punsch

Brauanleitungen für Glühwein, Grog und Punsch


Ob Glühwein, Grog oder Punsch, sie müssen heiß getrunken werden, auch wenn man sich dabei die Zunge verbrennt. Lauwarm schmecken sie fade. Allerdings haben diese Getränke auch einen gewissen Nachteil. Einerseits wird ein schnell geleertes Glas wieder nachgefüllt, andererseits geht warmer Alkohol schneller ins Blut. Für die Zubereitung von Punsch sollten nur gute Zutaten verwendet werden, also kein billiger Rotwein aus dem Supermarkt. Das gleiche gilt auch für Grog, der nicht nur mit Rum, sondern auch mit Arrak oder Weizenkorn zubereitet werden kann. Für einen ordentlichen Grog muss das Wasser kochend heiß sein. Ähnlich wie beim Tee geht man mit dem Glas zum Wasserkessel, nicht umgekehrt. Dann muss alles sehr schnell gehen. Zucker ist schon im Glas, zwei Gläschen Rum, Arrak oder Korn fügt man hinzu und gießt das heiße Wasser darüber.


Für einen anständigen Winterpunsch benötigt man: 100 g braunen Zucker, 1/2 Liter frisch gebrühten schwarzen Tee, 1 Liter guten Rotwein, 1/2 Liter kräftigen Weißwein, Saft von vier Zitronen, Zimtrinde und 1/4 Liter Arrak. Zuerst wird der Zucker mit kaltem Wein und Zitronensaft in einem Topf vollständig aufgelöst. Danach gibt man den frisch gebrühten schwarzen Tee, die Zimtrinde und den Arrak hinzu. Anschließend wird der Topf auf die heiße Herdplatte gestellt und der Inhalt bis kurz vor den Siedepunkt gebracht. Dann schöpft man alles schnell durch ein Sieb in Gläser. Als besonderen Kniff kann man vor dem Einschenken zwei Gläschen Cointreau dazugeben.

Honig verleiht Punsch eine samtweiche Konsistenz

Anstelle der Zitronen eignen sich auch Orangen. Mit süßem Fruchtfleisch und herber Schale sorgen sie für Raffinesse. Wird Orangenschale verwendet, sollte sie von Bio-Orangen stammen, die gut abgewaschen und sorgfältig geschält wurden. Das Weiße auf der Innenseite enthält unerwünschte Bitterstoffe und muss weggeschnitten werden. Blutorangen schmecken süß und sind deshalb als Fruchthappen im Glas beliebt.

Damit Punsch zum Gaumenschmeichler wird, sollte man etwas Honig hinzufügen. Er süßt und verleiht dem Getränk eine samtweiche Konsistenz. Auch Ahornsirup kann normalen Zucker ersetzen. Je dunkler er ist, desto aromatischer schmeckt er. Gewürze sind ebenfalls wichtig. Zerstoßen geben Kardamomkapseln, Anis oder Piment ihr Aroma besser ab. Dazu füllt man sie in ein Tee-Ei. Dieses kann nach dem Ziehen einfach wieder entfernt werden. Kardamom und Pfeffer bekommen einen intensiveren Geschmack, wenn man sie vorher kurz röstet. Frischer Ingwer verleiht Früchtepunsch eine asiatische Note.

Sobald Wein sprudelt, verfliegt der Alkohol

Für einen richtigen Glühwein benötigt man: 1 Flasche guten Rotwein, 1/4 Liter Wasser, Saft einer Zitrone, 3 - 6 Gewürznelken, 1 Zimtstange, 1 Zitrone (in Scheiben geschnitten) und Zucker nach Belieben. Bis auf die Zitrone wird alles bis kurz vor den Siedepunkt erhitzt und dann durch ein Sieb in die angewärmten Gläser gegeben. Nun knickt man den Zitronenschnitt über dem Glas und setzt ihn dann eingeschnitten auf den Glasrand. Den Zucker kann jeder nach Geschmack hinzufügen.

Punsch und Glühwein müssen heiß sein, dürfen jedoch nicht kochen. Sobald Wein oder Rum sprudelt, verfliegt der Alkohol. Gewürze und Früchte verlieren ihr Aroma. Entgegen der landläufigen Meinung sorgt Glühwein übrigens nicht für ein Wärmegefühl. Beim Trinken von Alkohol erweitern sich lediglich die Blutgefäße. Dadurch wird dem Körper Wärme entzogen. Der Grund dafür ist ganz einfach. Das Blut kann nach Alkoholgenuss dank der Gefäßerweiterung schneller zur Hautoberfläche fließen. Dabei geht Wärme verloren. Im Extremfall drohen sogar Erfrierungen.