kaffee vs tee

Das Morgenritual: Kaffee vs. Tee


Tee und Kaffee – beides heiße Aufgussgetränke. Beiden sagt man eine aufputschende oder doch zumindest anregende Wirkung nach: Es lebe das enthaltene Coffein! Wissenschaftlich betrachtet gehört Coffein (auch bekannt als Koffein, Tein oder Thein) zu den Alkaloiden aus der Stoffgruppe der Xanthine. Wichtig für die Wirkung auf unseren Organismus ist dabei, dass Coffein ein Stimulans ist – eine Substanz, die anregend auf unseren Körper wirkt und die Aktivität der Nerven beeinflusst. Man kann also sagen, dass Coffein zu den psychoaktiven Drogen gehört – und auch, dass Coffein die weltweit am häufigsten konsumierte pharmakologisch aktive Substanz ist.


Aber wie haben diese, abgesehen von ihrer Wirkung auf uns, doch recht unterschiedlichen Getränke ihren Weg zu uns gefunden?

Geschichte und Verbreitung der Teekultur

Der Ursprung des Teeanbaus ist nur schwer nachzuweisen: Sicher ist aber China als Mutterland des Teeanbaus. Dort gab es bereits im Jahr 221 v. Chr. unter der Qin-Dynastie eine Teesteuer. Was nicht bedeutet, dass es damals schon die heutige Teekultur gegeben hat: Tee wurde damals vor allem wegen seines medizinischen Nutzens gewürdigt.

Während der Tang-Dynastie (618-907) trat der Tee seinen Siegeszug als Genussmittel an: Am Kaiserhof wurde er vermehrt getrunken und somit in die Oberschicht eingeführt. Nahezu zeitgleich begannen Mönche in buddhistischen Klöstern, während ihrer oft stundenlangen Meditationen Tee zu trinken, unter anderem, um wach zu bleiben. Aus China gelangte um 552 n. Chr. durch buddhistische Mönche der Tee nach Japan. Nach Europa kam die erste Kunde aus China um 900 n. Chr., der eigentliche Tee gelangte aber erst Anfang des 17. Jahrhunderts hierher: Im Jahr 1610 brachte die Niederländische Ostindien-Kompanie per Schiff zum ersten Mal eine Ladung grünen Tee mit in die Niederlande. Aus den Niederlanden gelangte die Teekultur zunächst an den britischen Hof. Deutschland wurde ab Mitte des 17. Jahrhunderts aus den Niederlanden mit Tee beliefert, vorerst hauptsächlich Ostfriesland. Ab dem 19. Jahrhundert eroberte der Tee die Welt.

Der „Gegenzug“ der Kaffeekultur

Etymologisch leitet sich der Begriff „Kaffee“ vom arabischen „Kahwe“ oder „Qahwa“ ab. Dies steht für Lebenskraft bzw. Stärke.

Eine lückenlose Dokumentation des Ursprungs des Kaffeeanbaus gibt es - genauso wie für den Tee - nicht. Hauptsächliche Quellen sind Legenden und Mythen, Fakten gibt es nur wenige. Es gilt allerdings als gesichert, dass die Pflanzengattung Coffea im tropischen Afrika entstanden und erst mit menschlicher Hilfe auf andere Kontinente gelangt ist. Schriftlich belegt ist der Kaffeegenuss im arabischen Raum seit dem 15. Jahrhundert. Über die Städte Mekka und Medina gelangte das Getränk ab der Mitte des 15. Jahrhunderts nach Kairo und mit der Expansion des Osmanischen Reiches ab dem 16. Jahrhundert eroberte Kaffee Kleinasien, Syrien, Ägypten und das südöstliche Europa. Durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert wurde das Transportwesen revolutioniert und dadurch der weltweite Kaffeehandel deutlich vereinfacht.

Durch verschiedene Zubereitungsarten und eine Vielfalt an Sorten wurde Kaffee im 20. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Handelsgüter der Welt – und ist es bis heute.

Gesundheitliche Wirkung von Kaffee und Tee

Heute belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien beiden Getränken verschiedenste gesundheitsfördernde Eigenschaften. Dies liegt vor allem an den vielen enthaltenen Inhaltsstoffen, die positive Effekte auf den menschlichen Organismus haben können. Allerdings können natürlich keine „Wunderheilungen“ garantiert werden.

Fest steht aber, dass beide Getränke sich einer großen Beliebtheit erfreuen – und schon durch den Genuss eines Getränkes, mit dem wir gute Assoziationen/Erinnerungen verbinden, können wir immerhin unsere Stimmung anheben... diese positive Wirkung gibt es also definitiv.