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Die ägyptische Küche


Foul, Taamia und Ats sind in Ägpyten an jeder Ecke zu finden und das hiesige Fastfood. Doch was bietet die ägyptische Küche noch?


Ägypten ist ein Land, in dem man nach Vielfalt in den Speisen und ausgefeilten Zubereitungsvorgängen vergeblich sucht. Trotzdem hat die ägyptische Küche einige Gerichte aufzuweisen, die landestypisch und nachkochenswert sind.

Ägyptische Salate und Vorspeisen

Wie aus der arabischen Küche bekannt, werden zu den Gerichten oder als Vorspeise diverse Dips gereicht. Hier allen voran Tahini und Babaghanoug. Tahini ist eine Sesampaste, die mit Olivenöl, Knoblauch, Salz und Wasser verdünnt und gewürzt wird. Babaghanoug hingegen besteht aus über den Feuer gegarten und dann pürierten Auberginen, die mit Tahine-Paste, Knoblauch, Olivenöl und Salz vermengt wird. In der Regel essen die Ägypter zu jedem Gericht Fladenbrot, das auch für diese Dips anstelle von Besteck genutzt wird.

Die Vielfalt bei Salaten hingegen ist weniger groß als zu erwarten wäre. In den meisten lokalen Restaurants und Haushalten werden Tomaten, Gurken, grüne Paprikaschoten und Zwiebeln gewürfelt und mit ein wenig Öl und Koriandergrün verfeinert.

Aber auch Sambusek, besser also Samosas bekannt, die mit Käse oder Hackfleisch gefüllt werden, sind bekannt.

Hauptgerichte im Land der Pharaonen

Die ägyptische Küche ist wenig vielfältig. Da das lokale Fleisch selten abgehangen ist, wird es in den meisten Fällen gekocht, so dass gleichzeitig eine Suppe gereicht werden kann. Als Beilagen werden Reis oder Nudeln gereicht. Nudeln werden generell in Öl vor dem Kochen gebraten, bis sie dunkelbraun sind. Erst dann wird Wasser und Salz dazugegeben. Reis wird entweder mit ebenso gebratenen Fadennudeln versetzt oder, als Beilage zu Fisch, in angebratene Zwiebeln mit Kreuzkümmel gegeben. Gemüse, auch Kartoffeln, die als Gemüse gelten, wird in der Regel in einer Tomatensauce zubereitet. Aber auch frittierter Blumenkohl ist bekannt.

Aber auch BBQ ist bekannt und beliebt. In den meisten Restaurants kann man zwischen gegrilltem Hähnchen, Kebab und Lammkoteletts wählen.

Sehr zeitaufwendig und ebenso bemerkenswert sind Mashi, mit Reis gefüllte Weinblätter, Zucchini, Paprikas oder weiße Auberginen. Das Rollen der kleinen Zigarren ist unter ägyptischen Hausfrauen eine Herausforderung und kann in der benötigten Menge meistens auch nur von mehreren Frauen bewältigt werden.

In den meeresnahen Gegenden und einigen Oasen steht auch häufig gegrillter Fisch auf der Speisekarte.

Nachspeisen in der ägyptischen Küche

Desserts sind in der ägyptischen Küche eher selten. Süßspeisen und süßes Gebäck gibt es jedoch zu vielen Gelegenheiten. Eine der beliebtesten ist Om Ali, dessen Zubereitung ein wenig Zeit erfordert. Brot, Kokosnussflocken, Rosinen und reichlich Zucker werden vermengt, mit Milch übergossen und im Ofen gebacken. Aber auch Milchreis und Joghurt sind, vor allen Dingen während Ramadan, sehr beliebt.

Im Bereich des Gebäcks findet man hauptsächlich Basbousa und Konafa in verschiedenen Variationen.

Ägyptisches Fastfood

Ägypter lieben Foul und Taamia. In fast jeder Straße sind Imbissbuden zu finden, die diese als Sandwich verkaufen. Foul-Bohnen werden für Foul weichgekocht und dann verschiedenartig, z.B. mit Knoblauch, Öl, Tomaten oder Butter, verfeinert. Taamia hingegen ähneln Falafeln, werden aber ebenfalls aus Foulbohnen hergestellt.

Pommes frites, frittierter Blumenkohl, gekochte Eier und Auberginen werden dann wahlweise mit oder ohne Salat in Fladenbrot gefüllt. Hinzugefügt wird immer ein Tütchen mit Turshi, in Salzlake eingelegte Stücken von Möhren, Gurken, Silberzwiebeln, Limonen und Chilischoten.

Aber auch Ats, eine ägyptische Linsensuppe aus roten Linsen, kann man vielerorts kaufen.