churrasco

Grillen einmal anders: brasilianisches Churrasco


Auch in den heißen Ländern lässt man sich im Sommer nicht vom Grillen abhalten. In Brasilien ist es sehr beliebt und wird »Churrasco« genannt. Dabei geht es vor allem um Vielfalt. Nicht nur eine Sorte Fleisch kommt auf den Grill, sondern viele verschiedene. Dabei geht man von weiß nach rot: man fängt mit hellem Fleisch, wie Hähnchen und Ente an und geht dann über zu Schweinekoteletts, Schweinerippchen, Rindersteaks und landet schließlich beim Lamm. Dazu wird »Farofa« gereicht, das ist geraspelter Maniok, die Hauptspeise der Indianer. Und natürlich frische Salate, wie Zwiebel- und Paprikasalat oder Tomaten-, Mais- und Bohnensalat. Auch ein einfacher grüner Salat oder ein Palmitosalat aus Palmenkernen passt dazu oder ein Möhrensalat.


Zum Churrasco trinkt man in Brasilien gerne Bier oder Rotwein und es werden viele Freunde eingeladen - je mehr desto besser. Churrasco ist nämlich vor allem auch eine Gelegenheit sich zu treffen und auszutauschen. Jeden Sonntag trifft man sich mit der Familie und vielen Freunden, baut draußen einen langen Tisch auf und erzählt sich die Neuigkeiten der letzten Zeit.

Bei der Fleischauswahl kann man sich an Folgendem orientieren, wobei die Rezepte für vier Personen vorgesehen sind:

Geflügel

Zwei Hähnchenschlegel und zwei Hähnchenflügel salzen, pfeffern, auf den Grill legen und warten, bis sie schön cross sind.

Ente

Eine frische Entenbrust mit Pfeffer würzen, zwei Knoblauchzehen zerdrücken und mit Essig und Öl marinieren - erst hinterher salzen. Die Entenbrust auf den Grill legen, warten bis die Haut außen schön cross und das Fleisch innen noch etwas rosig ist. Aufschneiden. Fertig!

Rindersteak

An der Fleischtheke zwei Steaks kaufen, auf den sehr heißen Grill für höchstens fünf Minuten pro Seite legen - erst hinterher salzen und pfeffern.

Lammhüftsteak

Lammhüftsteaks gibt es fix und fertig mariniert an der Fleischtheke. Man braucht sie nur fünf Minuten auf jeder Seite zu grillen. Würzt man selber, so kann man ruhig kräftig zulangen und etwa Basilikum, Majoran, Bohnenkraut, Rosmarin oder Petersilie verwenden.

Auch Gemüse lässt sich gut grillen

Damit der Grillabend recht abwechslungsreich wird, kommt auch Gemüse auf den Rost, denn nicht nur Fleisch lässt sich gut grillen: Von der Kartoffel kennt man das ja bereits, indem man die Gelbe Knolle in die Glut des Lagerfeuers gelegt hat. Diesmal wird sie allerdings geschält und halbiert auf den Rost gelegt. Dass sich Maiskolben gut grillen lassen, ist ebenfalls bereits bekannt und um sie recht knusprig zu bekommen, werden sie vorher mit etwas Öl eingepinselt. Überhaupt sollte man generell das Gemüse in einer Marinade aus Olivenöl, Obstessig, Meersalz und Pfeffer wälzen, damit es die richtige Würze bekommt. So werden grüne und gelbe Zucchini oder Auberginen in großzügige Streifen geschnitten. Wer viel Mut und Nerven hat, kann die Aubergine auch als Ganzes auf den Grill legen: Sobald sie beginnt zusammen zu sacken und an der Unterseite schön gebräunt ist, kann sie verspeist werden.

Auch Sellerieschnitzel kann man sich zaubern, indem die Knolle geschält und in fingerdicke Scheiben geschnitten wird. Hervorragend zum Grillen geeignet ist auch der nach Anis duftende Fenchel, den man, da er aufgeschnitten leicht zerfällt, am besten in den praktischen klappbaren Grillfisch einklemmt und ihn dann erst über die Glut legt. Natürlich dürfen auch Zwiebeln und Tomaten nicht fehlen und auch die bunten Paprikaschoten kommen auf den Rost, wobei man allerdings besonders aufpassen muss, denn das tropische Südfrüchtchen neigt zum Ankokeln.

Ein paar Anregungen für die Grill-Dipps

Jetzt fehlen eigentlich nur noch die Dipps: Zwei oder drei sollte man auf jeden Fall parat haben: beim Avocadodipp wird die Frucht geschält, durch den Mixer gelassen und mit Salz, Pfeffer und Chilis abgeschmeckt. Der Feta-Tsaziki-Dipp mischt Joghurt und fein gewürfelten Schafskäse mit frisch gepresstem Knoblauch - man schält eine Salatgurke, raspelt sie in die Masse und würzt mit Salz und Pfeffer. Schließlich ist noch der Gelbe-Kichererbsen-Dipp zu empfehlen: Wasser der Kichererbsendose abtropfen lassen und Inhalt durch den Mixer lassen bis eine Creme entsteht - mit Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer abschmecken.