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Kurioses über Kaffee, Tee und Schokolade


Genussmittel sind dazu da, um das Leben zu verschönern, um sich eine Auszeit vom hektischen Alltag zu gönnen. Doch was ein entspannter Moment werden soll, kann auch ins Gegenteil umschlagen. Und was dem Menschen Antrieb verschafft, kann auch in der Technik für Antrieb sorgen. Drei kurze wissenswerte und interessante Informationen, welche Auswirkungen Kaffee, Tee und Schokolade haben können.


Tee-Kocher verursacht Verkehrschaos

Die Frühstückspause war für den Mann wohl alles andere als entspannend. Es war Mittwochmorgen, der 22. November 2007, als der 42-jährige Frankfurter an der S-Bahn-Station Mühlberg einen Großeinsatz der Feuerwehr verursachte. An der Station im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen war er mit Malerarbeiten beschäftigt. Da ihm kalt war, zog er sich in seiner Pause gegen halb zehn in die einstigen Räume der Gleisaufsicht zurück, so teilte es die Bundespolizei später der FAZ mit. Er entzündete einen Brenner und setzte sich Wasser auf, um einen Tee aufzubrühen. Der Maler war mehr als erstaunt, als plötzlich die Feuerwehr samt Löschgerät vor ihm stand. Womit er nicht gerechnet hatte, war, dass die Flamme des Brenners ausreichte, um einen Alarm der Feuermeldeanlage auszulösen. Die Gleise des Zugverkehrs wurden aufgrund des Alarms gesperrt, woraus ein Chaos im Schienenverkehr resultierte. Sämtliche S-Bahnen standen somit still, doch nach etwa einer Viertelstunde war das Chaos behoben.

Schokolade im Namen des Herrn

Dass viele Gläubige zu vorgesetzten Zeiten fasten, war schon im Mittelalter ein wahrer Dienst an Gott. Bis zu 130 Tage des Fastens verordnete die Kirche den Gläubigen. Unter anderem war das Fleisch warmblütiger Tiere verboten, des Weiteren Milch, Butter und Eier. Doch nicht immer waren die Mönche und Gottesdiener so abstinent, wie man es annehmen mag. Um ihre Lieblingsspeisen auch weiterhin essen zu können, erwachte bei einigen der Erfindergeist und es wurde getrickst – und manchmal fanden die Geistlichen Unterstützung sogar vom Papst.

Guido Fuchs, ein Würzburger Religionswissenschaftler beschäftigt sich mit Fastenritualen und resümiert in seinem Buch „Gott und Gaumen“: „Die katholische Küche war schon immer eine sehr einfallsreiche.“ Vielerorts gibt es sogar noch heute in der Fastenzeit ein spezielles Starkbier. Mit diesem trösteten sich clevere Mönche über die Zeit der Entbehrung hinweg, nach dem Motto: „Flüssiges bricht Fasten nicht.“ Doch der Konsum von Alkohol war vielerorts dem Fastengebot unterlegen, wodurch sich die Klosterbrüder etwas anderes einfallen lassen mussten. Einige Mönche brauten daraufhin ein angebliches Fastenbier, welches sie nach Rom transportieren ließen, um es vom Papst genehmigen zu lassen. Als das Gebräu in Rom ankam, war es stark verdorben, so dass das Kirchenoberhaupt befand: „Wenn sie so etwas trinken wollen, dann sollen sie es haben.“

Ähnlich ging es mit dem Verbot von Schokolade in der Fastenzeit zu. Der Bruder Girolamo di San Vincenzo ließ im Jahr 1569 den damaligen Papst Pius V. Schokolade kosten. Dieser sagte angewidert: "Potus iste non frangit jejunium" - Schokolade bricht das Fasten nicht. Dem Pontifex schmeckte die süße Speise nicht, so dass er deren Verzehr in der Fastenzeit gestattete.

Kaffee als Kraftstoff für das Auto

Es gab schon einige viel versprechende Alternativen für die Antriebe von Kraftfahrzeugen, so unter anderem Soja und Rapsöl. Kaffee gehört nicht dazu.

Im Rahmen einer britischen Fernsehshow im März 2010 wurde ein VW Scirocco von Wissenschaftlern so umgebaut, dass er durch geröstete Kaffeebohnen angetrieben wird. Das umgebaute Auto wurde gefühlvoll „Car-puccino“ genannt. Doch wird das Auto nicht groß auf dem Markt herauskommen, da die Kosten für eine Fahrt mehr als 25-mal höher sind, als wenn man mit herkömmlichem Kraftstoff fahren würde. Der alte VW entstammt dem Baujahr 1988 und für knapp fünf Kilometer verbraucht er ein ganzes Kilogramm Kaffee. Somit resultiert auch der größte Nachteil dieser Erfindung, der Aufwand von Zeit und Geld. Wer im „Car-puccino“ fährt, kann maximal 100 Kilometer die Stunde erreichen, muss jedoch auch alle 100 Kilometer anhalten, um den Tank aufzufüllen und das System zu reinigen.

Wenn es jedoch wirklich mal einen Kraftstoff aus Kaffee geben wird, so steht doch die Überlegung an, ob Malzkaffee dem Normalbenzin entspricht, Bohnenkaffee dann Super ist und Espresso Super Plus?