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So Grillen Sie immer richtig


Gelungenes Grillen setzt eine wohl durchdachte Planung voraus. Schließlich geht es hier meist um ein kleines Fest im Kreis netter Menschen.


Ein geselliges Barbecue ist eine schöne Gelegenheit, ein paar Freunde oder Nachbarn einzuladen. Doch der Grillabend will richtig organisiert sein, damit es keine Schuhsohlen, Tränen und Anrufe beim Pizzaservice gibt. Dabei spielt die Vorbereitung eine entscheidende Rolle, denn vieles kann schon frühzeitig erledigt werden.

Ein paar Tage vorher

Spezielle Fleisch- oder Brotsorten sollten Sie schon Tage vor dem Grillfest in Ihrem Fachgeschäft vorbestellen. Auch der passende Grill sollte rechtzeitig besorgt werden, denn die Auswahl ist groß. Kaufen Sie ruhig auch schon andere unverderbliche Dinge wie Windlichter, Servietten und Gewürze, dann haben Sie später weniger zu tun.

Beim Grillen ist das Zubehör unentbehrlich. Für Holzkohle werden Grillanzünder benötigt, um das Feuer zu entfachen. Das entfällt zwar beim Elektrogrill, aber dann ist vielleicht ein Verlängerungskabel. erforderlich. Auch ein gutes Grillbesteck darf nicht fehlen: Eine Zange mit langen Griffen, ein Metallspatel oder eine Schaufel zum Wenden und ein Küchenpinsel zum Einfetten und Bestreichen. Denken Sie auch an den Tag danach: Für die Reinigung des Grills ist kaum etwas nützlicher als eine Drahtbürste.

Am Tag davor

Erledigen Sie möglichst viele Einkäufe spätestens am Tag vor dem Grillfest, das spart Zeit und stellt sicher, dass Sie auch alles haben. Auch die meisten Lebensmittel können Sie jetzt schon einkaufen, nur Produkte wie Brot, Gemüse oder Hackfleisch sollten erst am Grilltag selbst besorgt werden.

Das Schöne am Grillen ist, dass sich viele Speisen schon am Vortag zubereiten lassen. Das gilt zum Beispiel für sämtliche Marinaden und Dips, für Kräuterbutter und Knoblauchquark. Viele Fleischsorten können Sie auch jetzt schon waschen und, in der Marinade eingelegt, im Kühlschrank lagern. Und manche Salate (zum Beispiel Nudelsalat) schmecken am nächsten Tag sowieso am besten, weil sie dann schön durchgezogen sind.

Am Vormittag

Grillplatz und Tisch sollten schon ein paar Stunden vor dem Barbecue vorbereitet werden. Dann ist noch genügend Zeit, um eventuell fehlende Dinge noch besorgen zu können: Vielleicht stellen Sie fest, dass nicht genügend Sitzmöglichkeiten vorhanden sind. Oder es kündigt sich plötzlich schlechtes Wetter an und Sie müssen improvisieren. Wichtig ist auch der optimale Standort für den Grill: Es darf nichts in der Nähe sein, was leicht entflammen könnte, und beachten Sie die Windrichtung, damit niemand eine Rauchvergiftung erleidet. Abschließend kommt die Kontrolle:

Fehlt auch nichts Wichtiges? Spätestens jetzt sind die letzten Einkäufe angesagt (frische Baguettes nicht vergessen!).

In letzter Minute

Kurz bevor die Gäste kommen, sollte der Grill angeheizt werden – das gilt vor allem für Holzkohlegrills, die mehr Zeit benötigen. Geben Sie ruhig mehr Briketts hinein, als Sie für nötig halten: Später ist es immer leichter, die Hitze zu verringern, als sie zu erhöhen. Faustregel: Die Kohle sollte mindestens fünf Zentimeter hoch sein und an allen Seiten fünf Zentimeter breiter verteilt werden, als die Fläche misst, die auf dem Rost mit Grillgut belegt werden soll. Sobald sich eine weiße Ascheschicht über der Kohle gebildet hat, kann es losgehen.

So bleibt das Grillfleisch zart

Bevor das Fleisch auf den Grill kommt, sollten Sie die Hitze prüfen, denn manche Fleischsorten dürfen nicht so heiß gegrillt werden wie andere. Vor allem bei Steaks kommt es auf Minuten an, um den richtigen Garzustand zu erreichen.

Beachten sie außerdem:

Das Fleisch sollte nicht zu mager, sondern leicht durchwachsen sein, damit es auch nach dem Grillen noch schön zart und saftig ist. Bei mageren Teilstücken können Sie diesen Effekt erreichen, wenn Sie es vorher marinieren.

Legen Sie Grillfleisch niemals direkt aus der Kälte auf den Grill, sondern nehmen Sie es etwa zwanzig Minuten zuvor aus dem Kühlschrank, dann schließen sich die Poren besser.

Die Fleischstücke sollten, wenn sie fertig sind, noch fünf Minuten lang ruhen, damit sich der Saft verteilen kann. Dazu das Fleisch am besten locker mit Alufolie abdecken. Und immer erst nach dem Grillen salzen.

Guten Appetit

Nun kommt das Schwierigste an der ganzen Sache, den es gilt Folgendes zu vermeiden: Zehn Gästen steigt der Bratenduft in die Nase. Zwei säbeln schon an ihren Koteletts, die sich als innen roh erweisen, drei haben ein verkohltes Würstchen vor sich, vor drei weiteren gähnt immer noch der leere Teller, einer bekennt sich erst jetzt als Vegetarier und alle neun starren auf Gast Nummer zehn, der schon drei gelungene Steaks verdrücken durfte und sich zufrieden zurücklehnt.

Beim Grillen ist das Timing eine besondere Herausforderung. Erkundigen Sie sich rechtzeitig nach speziellen Vorlieben und stellen Sie etwas als Vorspeise auf den Tisch, das die Mägen schon einmal besänftigt. Dann sind die Gäste beschäftigt und Sie können sich ganz auf den Grill konzentrieren.