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Tipps für das Grillen - viel Genuss - kein Risiko


Die Grillsaison beginnt. Praktische Tipps helfen, gesundheitliche und finanzielle Risiken zu vermeiden. Viel Spaß und Genuss!

Nach einer Schätzung der German Barbecue Association (GBAEV) – das ist so etwas wie der Dachverband aller Grillfreunde – legen rund 50 Millionen Bundesbürger regelmäßig etwas auf den Rost. Und wer dabei unachtsam ist oder eine schlechte Ausrüstung verwendet, kann schnell zu Schaden kommen.


Tipps für das Grillen

Das Wichtigste ist ein solider Grill. Dabei geht es weniger um die Frage "Holzkohle, Gas oder Strom?“. Das ist eine Geschmacks- und für viele Griller mitunter auch eine Glaubensfrage. "Wichtiger bei der Sicherheitsbeurteilung sind zwei Faktoren, die jeder mit bloßem Auge sieht: Wenn der Grill schon nicht fest steht und man leicht an ihm wackeln kann – Finger weg. Außerdem sollte man sich Verarbeitung und Bedienfreundlichkeit anschauen, also wie stabil und zuverlässig die Teile ineinanderpassen", erklärt Harald Hölzer, Vorsitzender der GBAEV. Für Deutschlands obersten Grillexperten ist klar: Ein guter Grill kostet Geld. Seine Faustregel: "Kleine Investition – kurze Lebenszeit, große Investition – lange Lebenszeit." Die "Stiftung Warentest" (Heft "test" 6/2008) sieht das etwas differenzierter, sie hat Geräte nach Kriterien wie Grillergebnis, Sicherheit, Handhabung und Beständigkeit getestet. Ergebnis: Die beste Note (1,9) bekommt ein Elektrogrill für 60 Euro. Der beste Gasgrill (Note 2,2) kostet hingegen stolze 400 Euro. Und bei den von echten "Grillfreaks" bevorzugten Holzkohlegrills kommt der beste (Kostenpunkt: 200 Euro) nicht über die Note "befriedigend" (2,6) hinaus – wegen des tendenziell höheren Sicherheitsrisikos beim Holzkohlegrill. Wie man sicher und mit Genuss grillt, hat aktuell die Commerzbank zusammengestellt.

Grillen mit Genuss

Das liegt aber gar nicht mal nur an den Geräten selbst. Der "Faktor Mensch"“ ist oft viel gefährlicher, und so kommt es jährlich zu etwa 4.500 schweren Grillunfällen. Denn weil Holzkohle nun einmal 30 bis 60 Minuten zur Bildung von weißer Glut braucht und vielen Hobbygrillern dafür die Geduld fehlt, helfen sie nach – mit Spiritus etwa. Für Grillprofi Hölzer ist das "grob fahrlässig", denn auf diese Weise können der Griller oder in der Nähe stehende Menschen von Flammen schwer verletzt werden.

Deshalb ist Vorsicht sehr wichtig beim Grillen. Wird dennoch durch Unachtsamkeit ein Brand verursacht, bei dem eine andere Person verletzt wird, springt die Privat-Haftpflichtversicherung ein. Sie stellt sicher, dass der Verursacher im Fall der Fälle zumindest finanzielle Wiedergutmachung leisten kann. Bei Schäden an eigenen Sachen, je nach Art und Umfang, kann es ein Fall für die Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung sein.

Grillen ohne Risiken

Verschiedene Sicherheitstipps sollten deshalb beachtet werden: Grill nie auf eine brennbare Unterfläche stellen, wie beispielsweise eine Tischdecke.Der Grill braucht einen festen Stand, damit er nicht umkippen kann; idealerweise eine windgeschützte Stelle wählen.Kinder dürfen keinen unbeaufsichtigten Zugang zum Grill haben und sollten in seiner Nähe nicht wild toben. Girlanden oder Lampions in ausreichender Entfernung aufhängen, außerdem Abstand zu Markisen und Sonnenschirmen wahren. Kohle nur mit TÜV-geprüften Grillanzündern anzünden; niemals Spiritus oder Benzin verwenden. Griller sollten Grillschürze und -handschuhe tragen und eine lange Zange benutzen – keine leicht entzündbare Kleidung. Brennendes Fett nie mit Wasser löschen, sondern mit Decke oder Feuerlöscher ersticken. Grillfeuer nach dem Einsatz komplett löschen, nicht unbeaufsichtigt ausglühen lassen und sachgemäß entsorgen.