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Italiens Süden: Weine aus Kalabrien und Sizilien


Die heiße Sonne und die speziellen Bodenverhältnisse im Süden Italiens bringen erstklassige Weine hervor. In Kalabrien, genauer gesagt in dem Gebiet Cirò, befindet sich das traditionsreiche Weingut Fattoria San Francesco. Direkt gegenüber auf Sizilien stellt eines der bekannteste Weingüter Italiens, die Tasca d’Almerita, hoch prämierte Tropfen her.


Tasca d’Almerita: Die Weine des Adels

Die Geschichte des Weingutes beginnt 1830, als die Brüder Don Lucio und Don Carmelo Mastrogiovanni Tasca das ehemalige Lehensgut Regaleali an der Grenze der Provinzen Palermo und Caltanisetta erwarben. Der gesamte Besitz wurde von Baron Lucio Tasca von Regaleali verwaltet, der mit seinem Engagement die sizilianische Agrarindustrie entscheidend geprägt hat. Mitte des 19. Jahrhunderts übernahm sein Enkel Lucio, erster Graf Tasca d’Almerita, die Leitung des landwirtschaftlichen Betriebes. 1922 verdreifachte sein Nachfolger Graf Lucio Tasca Bordonaro die Fläche der Weinberge und vergrößerte die Weinkeller. Heute leitet sein Enkel Graf Lucio Tasca das Familienunternehmen.

Seit mehr als 150 Jahren ist Tasca d’Almerita ein blühender, in der ganzen Welt anerkannter Betrieb, dessen Weine mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Der meistverkaufte ist der Regaleali bianco, der 80 Parker Punkte erhielt.

Tasca d'Almerita Chardonnay

Zu den herausragenden Tropfen gehört auch Tasca d'Almerita Chardonnay. Er reift sechs Monate in Eichenholzfässern und verführt mit einem ausgeprägten Bouquet aus Akzenten von Banane, Ananas, Zitronat und kandierten Früchten sowie mit Noten von Zabaione, Vanille, Zimt und weißer Schokolade. Der fruchtige Weißwein ist sehr reichhaltig mit ausgeglichener Säure. Für diesen edlen Tropfen gab es 90 Punkte vom Wine Spectator, drei Gläser von Gambero Rosso und die Bestnote – fünf Trauben – von Duemilavini.

Tasca d'Almerita Rosso del Conte

Ebenfalls 90 Punkte vom Wine Spectator sowie fünf Sterne vom britischen Decanter Magazine erhielt der Tasca d'Almerita Rosso del Conte aus der Rebsorte Nero d’Avola. Nach mehreren Monaten Ausbau in Eichenholzfässern und zwölf Monaten Reifung in der Flasche entwickelt der Rotwein ein üppiges Bouquet mit Noten von Kirsche, Waldfrüchten, Vanille, Zimt, Minze, Salbei und Tabak. Der reichhaltige Wein schmeckt fruchtig und ausgeglichen.

Fattoria San Francesco: Die Rebstöcke des historischen Klosters

Schon seit dem 15. Jahrhundert ist die Familie Siciliani durch Prälaten, Rechtswissenschaftler und Literaten bekannt. Das Weingut entstand aus einem ehemaligen Kloster. Die Chroniken berichten: „Auf dem Grund, später San Francesco genannt, in der Nähe von Cirò, gründete Domenico di Paola im Jahre 1578 ein Kloster, umgeben von Weinreben und Olivenbäumen.“ Im Jahr 1770 wurde das Kloster aufgelöst und verkauft. Neuer Besitzer war Don Benedetto Siciliani. Von den einstigen Weinreben des Klosters wird noch heute der Weinder Fattoria San Francesco hergestellt. Das Kloster selbst ist jetzt das Zentrum des landwirtschaftlichen Betriebes sowie Wohnsitz der Familie Siciliani.

Fatt. San Francesco Donna Madda

Inzwischen gehört der Betrieb zur Montresor-Gruppe. Dennoch erinnert das historische Familienwappen, das zum Markenlogo des Weinguts geworden ist, an die Winzertradition der Sicilianis. Die Cirò Weine der Fattoria San Francesco präsentieren sich heute als moderne Weine. Zu den Spitzentropfen gehören Fatt. San Francesco Fata Morgana sowie Fatt. San Francesco Donna Madda.

Letzterer ist ein Cuvée aus 80 Prozent Gaglioppo, zehn Prozent Merlot und zehn Prozent Magliocco. Er reift mehrere Monate in französischen Eichenholzfässern. Sein intensives, nachhaltiges Bouquet enthält vielschichtige würzige und ätherische Noten. Der Geschmack ist trocken mit angenehmem Tannin-Gehalt und elegantem Abgang.