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Aus Liebe zur Tradition: Zwei Weingüter aus dem Piemont


Die Weingüter Azienda Vinicola Coppo und Rattalino lassen mit ihren ambitionierten Weinen piemontesische Weinbautradition neu aufleben.


Das Piemont ist in Sachen Weinanbau eine hoch ambitionierte Region – berühmt für Barolo und Barbaresco, die in den 80er Jahren eine Wiedergeburt erlebten. In den 90er Jahren ist dann auch der Barbera in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Azienda Vinicola Coppo: vom Schaumwein zum edlen Barbera

Im Piemont, in der hügeligen Landschaft rund um die Stadt Canelli liegt die Azienda Vinicola Coppo. Hier in der Provinz Asti begann der Gründer des Familienunternehmens bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, süße Schaumweine zu produzieren. Piero Coppos Sohn Luigi baute die Firma aus und führte sie erfolgreich durch die schwierige Nachkriegszeit. Seine Söhne Piero, Gianni, Paolo und Roberto legten in den 80er Jahren den Grundstein für den Erfolg des Weinguts. Sie ließen den Barbera in Barrique wieder aufleben – das Sinnbild des piemontesischen Stolzes für diesen einst geschmähten Rebstock.

Coppo Monteriolo Chardonnay

Zu den prämierten Tropfen gehört der Coppo Monteriolo Chardonnay, der mit drei Gläsern von Gambero Rosso, 89 Parker Punkten und 90 Punkten vom Wine Spectator ausgezeichnet wurde. Dieser außergewöhnliche Wein reift sieben Monate in Barrique-Fässern und weitere acht Monate in der Flasche. Sein Bouquet zeichnet sich durch mineralische Noten sowie Akzenten von Kamille, Zitronat und exotischen Früchten aus. Der Geschmack ist angenehm würzig.

Coppo Pomorosso Barbera d'Asti

Die Eleganz des Barbera kommt unter anderem im Coppo Pomorosso Barbera d'Asti zum Ausdruck, der für sein Bouquet mit Noten von Tabak und Gewürzen, Veilchen, Brombeeren und Kirschen sowie dem strukturierten, vollen Geschmack zwei Gläser von Gambero Rosso und 90 Parker Punkte erhielt. Der Wein reift 14 Monate in Barrique-Fässern. Weitere ausgezeichnete Weine sind der Coppo Camp du Rouss Barbera Asti (90 Parker Punkte) und der Coppo L'Avvocata Barbera Asti (89 Parker Punkte).

Rattalino: Liebe zur Tradition der piemontesischen Önologie

Das Weingut des Newcomers Massimo Rattalino liegt in Barbaresco auf einem der besten Hügel des Gebietes. Der Traum, sich dem Weinanbau zu widmen, seine Leidenschaft für große Weine und seine Liebe zur Tradition der piemontesischen Önologie verwandelten sich schon bald in ein ehrgeiziges Projekt: Der Winzer wollte nur Nebbiolo vinifizieren und gänzlich auf diese Rebsorte setzen, um Weine von erstklassiger Qualität zu erzeugen.

Zum Barbaresco haben sich im Laufe der Zeit der Nebbiolo delle Langhe und wenig später auch der Barolo hinzugesellt. So ist eine Auslese an Weinen entstanden, die alle aus derselben Rebsorte hervorgehen, aber mit unterschiedlichen Methoden vinifiziert werden.

Rattalino Barbaresco 43 Selezione

Rattalino Barbaresco 43 Selezione reift ein Jahr in Tonneaux-Fässern, ein Jahr in Eichenfässern und sechs Monate in der Flasche. Sein Bouquet duftet nach Gewürzen und weißer Schokolade mit Noten von roten Früchten. Der Geschmack ist komplex und angenehm geschmeidig mit einem warmen Finale und einem Abgang, der an Rhabarber erinnert.

Rattalino Nebbiolo 27 DOC

Der Rattalino Nebbiolo 27 DOC wird zehn Monate in Fässern aus slawonischer Eiche, fünf Monate in Edelstahltanks und zwei Monate in der Flasche ausgebaut. Sein Bouquet zeichnet sich durch Noten von Veilchen, aromatischen Kräutern und süßen Gewürzen aus. Dieser trockene Rotwein bietet einen vollen Körper und einen sehr nachhaltigen Abgang.