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Acerola – Eine geballte Ladung Vitamin C


Die Menschen können kein Vitamin C selbst produzieren. Daher sind Menschen im Gegensatz zu vielen Tieren auf eine regelmäßige Versorgung mit Vitamin C angewiesen. Ohne regelmäßige Aufnahme von Vitamin C erkrankt der Mensch an Skorbut. Eine Mangelkrankheit, die zum Tode führt, die vor allem Seefahrer in früheren Zeiten erlitten.


Licht, Luft und Hitze sorgen dafür, das Vitamin C in frischen Früchten flüchtig ist. So können Produkte aus der Acerolafrucht die Menschen mit reichlichen Mengen an natürlichem Vitamin C versorgen.

Die Funktionen von Vitamin C

Das Vitamin C hat bei der Synthese des Körpereiweißes Kollagen eine wichtige Funktion. Wird die Kollagenbildung wegen Mangel an Vitamin C unterbrochen, so stirbt der Mensch an Skorbut. Eine Liste weiterer positiver Wirkungen des Vitamin C ist ellenlang.

Die Acerolafrucht

Die Acerolafrucht wird gern als Kirsche der Antillen bezeichnet. Daneben existieren noch viele weitere Bezeichnungen: Acerolakirsche, Ahornkirsche, Antillenkirsche, Azerola, Puerto-Rico-Kirsche, Westindische Kirsche oder Jamaikakirsche.

Die Acerola stammt von der mexikanischen Halbinsel Yucatan. Von dort verbreitete sie sich über Zentralamerika bis hinauf nach Texas. Inzwischen wird sie vor allem in Brasilien und in asiatischen Ländern kultiviert. Die bis zu 5 Metern Höhe wachsenden Acerolasträucher bevorzugen feucht-warme Standorte in den Tropen und Subtropen. Sie benötigen auch nährstoffreiche Böden. Bis zu viermal können im Jahreslauf die Früchte geerntet werden. Die Früchte der Acerola werden etwa so groß wie Kirschen. Ihre Farbe reicht von gelb über orange bis zum dunklen Rot. Sie haben einen leicht säuerlichen apfelähnlichen Geschmack.

Die Frucht der Acerola ist ein herausragender Lieferant für Vitamin C. 100 Gramm reife Acerolafrüchte enthalten im Durchschnitt über 1.700 Milligramm Vitamin C. Zum Vergleich: Orangen liefern durchschnittlich 50 Milligramm pro 100 Gramm Frucht. Noch mehr Vitamin C pro 100 Gramm Frucht bringt nur noch die Camu Camu mit rund 2.000 Milligramm auf die Waage.

Die besondere Vitaminmischung der Acerolafrucht

Unter der chemischen Bezeichnung Ascorbinsäure kann beliebig viel Vitamin C erworben werden. Aber die Acerolakirsche enthält noch viele weitere Substanzen: Provitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Niacin, Eiweiß, Eisen, Phosphor und Kalzium. Diese natürliche Zusammensetzung ist einmalig. Durch sie soll die antioxidative zellschützende Wirkung des Vitamin C noch gefördert werden.

Acerolasaft oder Acerolapulver bietet natürliches Vitamin C auch für solche Menschen, die auf Inhaltsstoffe von Zitrusfrüchten allergisch reagieren.

Quellen für Acerola

Das Fruchtfleisch der Acerola ist für lange Transporte viel zu empfindlich. Daher werden die Früchte der Acerola in den Erzeugerländern überwiegend zu Saft verarbeitet. Der wird dann in alle Welt verschifft.

In Europa sind reine Acerolasäfte, auch aus Bioanbau, erhältlich. Außerdem setzen Hersteller von Fruchtsäften vor allem Apfelsäften in geringen Mengen Acerolasaft bei, um deren Gehalt an Vitamin C zu steigern. Andere Firmen gewinnen aus dem Saft der Acerola ein Fruchtpulver. Dieses wird in Pulverform oder in Tablettenform dem umworbenen Kunden zum möglichst reichlichen Verzehr angeboten.

Wie viel Acerola ist gut für Menschen?

Die Empfehlungen zu der optimalen Versorgung mit Vitamin C gehen erheblich auseinander. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die Aufnahme von 75 Milligramm Vitamin C pro Tag. Es hat dabei den Anschein, dass deutlich höhere Dosen wenig schaden.