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Basische Lebensmittel - welche Nahrungsmittel sind basisch?


Eine basische Ernährung bzw. basische Lebensmittel können die lebensnotwendigen Stoffwechselfunktionen des Körpers wesentlich unterstützen. Neben einigen weiteren Faktoren hat unsere Ernährung den größten Einfluss auf einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.


Der Stoffwechsel wird durch basische Lebensmittel unterstützt

Säuren sind chemische Substanzen, die positiv geladene Wasserstoffionen abgeben. Im Gegensatz dazu nehmen Basen (Laugen) sehr leicht Wasserstoffionen auf. Die Stärke der Wirkung von Säure und Base wird mit dem pH-Wert und einer Skala, die von 1 (stärkste Säure) bis 14 (stärkste) Base) reicht, angegeben. Der Wert wird durch einen pH-Teststreifen, den es in jeder Apotheke zu kaufen gibt, über den Urin ermittelt oder mit Hilfe einer Blutuntersuchung beim Arzt. Der neutrale Punkt liegt bei 7.

Damit der Stoffwechsel in unserem Körper reibungslos funktioniert, muss der Säure-Basen-Haushalt stets im Gleichgewicht sein. Der durchschnittliche pH-Wert sollte zwischen 7,35 und 7,45 liegen. Nur bei einer Ernährung mit überwiegend basischen Lebensmitteln kann auf Dauer eine Übersäuerung vermieden werden, weil die Enzyme in unserem Körper, auch Biokatalysatoren genannt, ihre wichtigen Funktionen ausüben können.

Gesunde Ernährung fängt mit ausreichender, basischer Flüssigkeitszufuhr an

Des Deutschen liebstes Getränk, der Kaffee, ist ein Säurelieferant genauso wie Schwarzer Tee und deshalb möglichst zu vermeiden. Gegen eine Tasse Kaffee am Morgen ist sicherlich noch nichts zu sagen. Zu den Basenlieferanten bei den Getränken gehören Kräutertees und Mineralwasser. Aber auch beim Kräutertee sind die Zutaten wie z.B. Kamille, Fenchel, Lindenblüten oder Melisse, des öfteren zu wechseln. Mineralwasser sollte auf keinen Fall mit Kohlensäure versetzt sein. Auch wenn viele dieses Wasser wegen des Geschmacks vorziehen, ist es ein Säurelieferant und besser durch stilles Mineralwasser zu ersetzen.

Welche Nahrungsmittel sind basische Lebensmittel?

Die Ernährung sollte möglichst abwechslungsreich und naturbelassen sein. Zu den sog. basischen Lebensmitteln zählen Gemüse und Obst. Beim Gemüse ist zuerst die Kartoffel, am besten als Pellkartoffel, zu nennen und keine Kartoffelfertigprodukte wie das Pürree oder Knödel und schon gar nicht Pommes Frites. Sämtliche Wurzel- und Knollengemüse, wie z.B. Möhren, Rote Beete, Schwarzwurzeln oder weitere Gemüsearten wie Tomaten, Paprika oder Zucchini sind ideale Basenlieferanten und sorgen für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Gegen eine Übersäuerung bzw. Azidose hilft es außerdem, wenn man Fertigprodukte meidet, die Konservierungsstoffe oder auch Glutamat enthalten.

Beim Apfelessig streiten sich die Ernährungsexperten, ob man ihn wegen seiner vielen positiven Eigenschaften im Rahmen einer säurearmen Ernährung verwenden bzw. einnehmen darf. Ähnlich umstritten ist Honig, der jedoch in der basischen Küche als idealer Zuckerersatz empfohlen wird.

Salate sind immer gute Basenlieferanten

Neben frischem Gemüse zählen Blattsalate zu den basischen Lebensmitteln. Hilfreich beim Stoffwechsel sind knackige Kopf- oder Feldsalate, Chicorée oder auch Ruccola. Verzichten sollte man auf bereits fertig abgepackte Salate, weil sie durch die längere Lagerung in der Regel schon viele Vitamine verloren haben. Frische Salatmischungen können mit Obstessig-und-Öl-Saucen zubereitet werden. Das Öl sollte dabei hochwertig und kalt gepresst sein (Rapsöl, Olivenöl).

Und noch mehr basische Lebensmittel

Wenn die Ernährung überwiegend aus basischen Lebensmitteln besteht, kann eine Übersäuerung des Körpers mit ihren unangenehmen Folgen. Zu den guten Basenlieferanten zählen jegliche Arten von Obst, wobei an erster Stelle der Apfel mit seinen zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffen zu nennen ist.

Wer sie noch nicht kennt, sollte vielleicht einen Ausflug in das Reich der Vital- bzw. Heilpilze versuchen. Nicht nur lecker sondern auch nachweislich gesundheitsfördernd sind Vertreter dieser Spezies wie zum Beispiel der Shiitake Pilz oder der Reishi Pilz.

Basische Ernährung wirkt einer Azidose entgegen

Die in der säurearmen bzw. basischen Ernährung verwendeten Nahrungsmittel sollten immer so naturbelassen wie möglich sein. Nur Rohmilch, reich an Kalium und Natrium, wirkt basisch. Die in den Geschäften angebotene Milch ist pasteurisiert und wirkt daher säuernd. Der Kalziumwert ist im Vergleich zu manchem anderen Nahrungsmittel (zum Beispiel Grünkohl, Petersilie, Mandeln usw.) auch nicht so hoch wie die Werbung uns Glauben machen will.

Wird Milch verändert (Säuerungsvorgang) und aus ihr Joghurt hergestellt, haben wir es wiederum mit einem Säurelieferanten zu tun. Eier sind sowohl Basen- als auch Säurelieferanten, denn das Eigelb wirkt basisch, während das Eiweiß Säure spendet. Wer bereits unter einer Azidose/Übersäuerung leidet, sollte die Zufuhr von Säurelieferanten deutlich einschränken, um den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Es kann dabei sinnvoll sein, die Entsäuerung vorübergehend mit einem Basenpulver zu unterstützen.