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Hagebutten als wichtige Vitamin-C-Lieferanten


Die leuchtenden Früchte der Heckenrose sind reich an Vitamin C und bieten die Basis für schmackhafte Marmeladen und stärkende Tees.


Der Herbst ist angekommen und mit ihm die Schnupfen- und Erkältungszeit. Wer seine Abwehrkräfte für den Winter erhöhen möchte, kann auf die Heilkraft vieler Pflanzen der Natur zurückgreifen und mit Hilfe alter Hausmittel sein Immunsystem stärken.

Die Frucht der Heckenrose

Die Früchte der wild wachsende Rosen bieten neben den Eiben, den Sanddornbeeren und den ihm Herbst in herrlichem Orange leuchtenden Vogelbeeren eine leicht zu findende vitaminreiche Nahrung für viele verschiedene Vogelarten. Die Früchte der Heckenrose, welche sich in Form, Farbe und Größe vielfältig unterscheiden, sind auch für den Menschen ein nützlicher Vitaminspender.

Die Hagebutte und ihre Wirkung auf die Gesundheit

Neben dem wichtigem Vitamin C, der Ascorbinsäure, welches im Mark der Hagebutten etwa 20mal mehr vorkommt als zum Beispiel in Zitronen, enthalten die Früchte das für den Körper wichtige Provitamin A, außerdem Mineralstoffe und Fruchtsäuren. Die Kerne im Inneren der Hagebutte sind besonders reich an Vitamin E. Die Früchte sind hitzebeständig und verlieren dadurch auch beim Verarbeiten ihre wichtigen Vitamine nicht so schnell. Ein Esslöffel Hagebuttenmus deckt den Tagesbedarf an Vitamin C eines Erwachsenen

Hinweise zur Ernte der Hagebutten

Um die leuchtend roten und runden Früchte zu ernten, sollten die ersten kühlen Nächte abgewartet werden, damit die volle Süße der Hagebutten ausreifen kann. Die beste Zeit zum Sammeln ist zwischen Ende Oktober bis Dezember. Bis zum Frost, wie es in einigen Büchern steht, muss man allerdings nicht warten, denn mit Hilfe des Gefrierschranks lässt sich Frost simulieren.

Die Früchte sind reif, wenn sie weich sind und sich leicht vom Stengel lösen lassen. Das Fruchtfleisch sollte sich mühelos aus der Schale pressen lassen.

Die Verwendung der Früchte

Das süß-saure Mark der Hagebutten dient als Basis für Marmeladen und Gelees, aber es eignet sich auch für die herzhafte Küche, beispielsweise zum Verfeinern von Soßen und Suppen. Zur Teebereitung werden die zerkleinerten, getrockneten Schalen der Früchte oder aber auch ganze getrockneten Beeren verwendet.

Hagebuttenmarmelade und Mus selbst herstellen

- 3 kg Hagebutten unvorbereitet (ergibt etwa 1,5 kg ohne Kerne)
- 2 Liter Wasser
- Gelierzucker 2:1
- Zitronensaft

Die Hagebutten werden gewaschen und von den Stilen sowie den Blütenansätzen befreit, danach halbiert und die Kerne im Inneren entfernt. Um sich vor den juckenden Härchen der Hagebutten zu schützen, sollten dünne Gummihandschuhe getragen werden.

Die bearbeiteten Früchte werden nun in etwa 2 Liter Wasser 1 Stunde lang weich gekocht. Die weichen Früchte werden mit einem Pürierstab fein püriert. Wer das Hagebuttenmus noch feiner möchte, kann den Brei noch durch ein Sieb streichen. Für die Marmeladenherstellung kann der heiße Früchtebrei weiterverarbeitet werden. Mit etwas Apfelsaft, dem Saft einer Zitrone und dem Gelierzucker angesetzt, wird daraus eine herrlich fruchtig-saure Marmelade, die noch heiß in die Gläser gefüllt wird. Das abgekühlte Mus kann in kleinen Portionen eingefroren werden. Dafür eignet sich besonders ein, in vielen Haushalten vorhandener Eiswürfelbereiter.

Gesunder Tee zur Stärkung des Immunsystems

Der selbst hergestellte Tee aus getrockneten Früchten schmeckt säuerlich frisch und ist reich an Vitamin C. Hagebuttentee stärkt das Immunsystem, baut die Abwehrkräfte auf und hilft bei Erkältungen mit Fieber als gesunder Durstlöscher.

Für den Tee werden zwischen Dezember und Februar die schönen, leuchtend roten und gesund aussehenden Früchte gepflückt. Diese werden halbiert und etwa 1 bis 2 Tage gut getrocknet. Mit einer Küchenmaschine können die Früchte vor dem Genuss zerkleinert werden. Wer sich Arbeit ersparen will, trocknet die ganzen Früchte.

Der Tee wird kalt angesetzt, zum Kochen gebracht und etwa 10 Minuten auf kleiner Flamme zugedeckt ziehen gelassen.