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Magnesium: Wirkung, Dosierung und Magnesium bei Sport und Migräne


Im menschlichen Körper gehört Magnesium zu den sogenannten Mengenelementen, weil sich stets größere Mengen dieses Mineralstoffes im Körper befinden. Das Skelett ist ein wichtiger Magnesiumspeicher, denn ungefähr die Hälfte der Gesamtmenge ist in den Knochen zu finden, für deren Festigkeit er sehr wichtig ist.


Magnesium und seine Wirkung

Magnesium unterstützt den Energiestoffwechsel, denn es aktiviert außer den über 300 unterschiedlichen Enzymen, die elektrochemische Spannung im ganzen Körper. Diese Spannung ist für ein reibungsloses Funktionieren nötig, weil dadurch erst von außen zugeführte Wirkstoffe durch die Membranen (Zellhäute) und somit in die Zellen gelangen können.

Zusammen mit Kalzium, Vitamin D und Phosphor ist das Magnesium ein unentbehrlicher Baustein für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Beim Bilden und Erhalten von Körpereiweiß ist der Mineralstoff maßgeblich beteiligt, bei der Übertragung von Nervenimpulsen spielt er eine wichtige Rolle, zur Entspannung und bei der Kontraktion der Muskulatur ist er unerlässlich.

Was passiert bei einem Magnesiummangel?

Ein Magnesiummangel kann sich unterschiedlich bemerkbar machen. Ein starker Mangel zeigt sich als Nervosität, Vergesslichkeit, Schwindel oder als Sehstörung. Es kann zu Herz-Kreislauf-Beschwerden bis hin zu Herzrhythmusstörungen kommen. Muskelbeschwerden allgemein oder nächtliche Wadenkrämpfe können ebenfalls ein Anzeichen dafür sein, dass der Körper nicht genügend Magnesium zur Verfügung hat.

Magnesium bei Sport, Stress und Überbelastung

Ein Magnesiummangel kann sehr schnell durch körperliche Belastung entstehen, denn ein durch Anstrengung schwitzender Körper scheidet viel von dem Mineralstoff aus. Von dem Mineralstoffmangel sind also in erster Linie Menschen betroffen, die schwer körperlich arbeiten, starkem Stress ausgesetzt sind oder Sportler. Bei nicht ausreichender Zufuhr von Magnesium kann weder Leistung erbracht werden, noch ein Muskelaufbau funktionieren, deshalb muss es dem Körper regelmäßig zugeführt werden.

Ein zusätzlicher Risikofaktor ist der Konsum von Alkohol, durch den die Magnesiumresorption gehemmt wird. Außerdem kann die Aufnahme über den Darm durch Kalzium, Phosphor, Fett, Eiweiß sowie durch einen Mangel an den Vitaminen B1 und B6 gehemmt werden.

Der Mineralstoff Magnesium und seine Dosierung

Die Empfehlungen liegen zwischen 300 und 600 mg Magnesium pro Tag. Die Angaben, wie viel Magnesium der Körper pro Tag braucht, sind unterschiedlich und hängen von der jeweiligen Tätigkeit ab. Kommen die Faktoren Stress, Überbelastung und Sport dazu, erhöht sich die Dosierung entsprechend. Während Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf ebenfalls größer. Durch eine gesunde Ernährung kann dem Körper ein Teil zugeführt werden. Besonders reich an Magnesium sind zum Beispiel Grünkern, Weizenvollkornbrot oder auch grünes Gemüse.

Wer unsicher bei der richtigen Dosierung ist, kann seinen Magnesiumspiegel testen lassen. Beim Kauf von Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel reicht es nicht aus, nur eine bioverfügbare Verbindung zu kaufen. Es ist wichtig, dass das gekaufte Produkt auch genügend bioverfügbares Magnesiumoxid enthält.

Magnesium - Migräne und Verspannungen

Ist der Körper ausreichend mit Magnesium versorgt, steigt die Belastbarkeit. Die Sauerstoffversorgung der Zellen wird optimiert. Mit Schmerzen einhergehende Verspannungen im Bereich der Halswirbelsäule werden durch die erweiterten Blutgefäße, die damit verbundene Durchblutung und verbesserte Nährstoffversorgung, vorgebeugt. Da muskuläre Verspannungen sehr oft bei Rheuma und Arthrose auftreten, kann eine entsprechende Magnesiumzufuhr sinnvoll sein, um eine vom Arzt eingeleitete zu unterstützen (Arthrose Ernährung, Arthrose Behandlung, Kniearthrose, Spondylarthrose/Facettensyndrom, Arthrose der Schulter, Hüftarthrose, Arthrose im Sprunggelenk, Hand/Fingerarthrose, Arthrose Sport, Arthrose Übungen).

Menstruelle Migräne und Magnesium

An dem zur State University of New York gehörenden Brooklyner Downstate Medical Center hat Dr. Burton M. Altura zusammen mit seinem Team nachgewiesen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Magnesium und menstrueller Migräne gibt. 45 % der untersuchten Frauen wiesen beim Auftreten einer Migräne während der Menstruation einen teilweise deutlichen Magnesiummangel auf.