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Mineralwasser und Knochen – Calcium und Magnesium


Voll in die Knochen gehen die beiden doppelt positiv geladenen Teilchen aus dem Mineralwasser: Calcium und Magnesium. Die Funktionen von Calcium- und Magnesium-Ionen sind in unserem Organismus vielfältig, doch denkt man automatisch an den Knochenbau und den krankhaften Knochenabbau: die Osteoporose. Denn beide Kationen sind an der lebenslangen Mineralisation und dem Wachstum des Knochens beteiligt: der so genannten Knochen-Remodellierung.


Calcium und Magnesium verleihen dem Knochen zusammen mit anderen Mineralstoffen die Kraft, um unsere Körperform aufrecht zu halten. Deshalb sollten wir immer genug Calcium und Magnesium zu uns nehmen – auch mit Mineralwasser. Doch gibt es Mineralwässer mit weniger oder mehr der beiden Knochenfestiger? Die Kennzeichnung der Mineralwässer regelt die so genannte "Mineral- und Tafelwasser-Verordnung".

Calcium und Magnesium - Mineralstoffe für den Knochenbau

Knapp zwei Prozent unseres Körpergewichts macht Calcium aus, etwa 99 Prozent davon stecken als so genanntes Hydroxy-Apatit in unseren Knochen: bei erwachsenen Männern immerhin 900 - 1.300 Gramm. Damit ist Calcium von der Menge her Mineralstoff Nummer Eins in unserem Körper und macht knapp 40 Prozent des gesamten Mineralstoffgehaltes des Knochens aus. Nicht ganz so knochenfixiert ist Magnesium - das viert häufigste Kation in unserem Körper. Etwa 24 Gramm stecken in einem Erwachsenen, aber nur etwas mehr als die Hälfte des Magnesiums befindet sich im Knochen. Etwa 30 Prozent befindet sich im Muskel – wer schon von Muskelkrämpfen geplagt wurde, kennt das. Der überwiegende Rest steckt im so genannten Weichteilgewebe.

Calciumhaltiges Mineralwasser

Jeder Liter Berliner Trinkwasser enthält zwischen 94 und 149 Milligramm Calcium pro Liter, damit gehört es zu den calciumreichen Trinkwässern in Deutschland. Wäre das Berliner Wasser ein Mineralwasser, könnte es mit 149 Milligramm Calcium pro Liter noch nicht als "calciumhaltig" bezeichnet werden. Der Calciumgehalt muss bei diesen Mineralwässern mehr als 150 Milligramm Calcium pro Liter betragen. Nach einer Studie des Forums Trinkwasser lag der Mittelwert von 234 Mineralwässern bei 180 Milligramm Calcium pro Liter. Besonders viel Calcium enthält zum Beispiel "Alwa Medium": 540 Milligramm Calcium pro Liter.

Trotzdem deckt Mineralwasser nur einen kleinen Teil des Tagesbedarfs. Nach der Nationalen Verzehrsstudie trägt Mineralwasser nur mit etwa zehn Prozent zur Calciumversorgung bei, wenn man den mittleren Gehalt von 180 Milligramm Calcium pro Liter zu Grunde legt. Möchte man sein tägliches Calciumquantum sich nur mit Mineralwasser des mittleren Gehalts einverleiben, müsste man täglich mindestens fünf Liter trinken. Doch viele Mineralwässer enthalten noch weniger Calcium. Ein Hilfsmittel gegen zu wenig Calcium im Körper ist Mineralwasser also nur, wenn man auf die Etiketten achtet.

Magnesiumhaltiges Mineralwasser

Jeder Liter Berliner Trinkwasser enthält zwischen 8 und 16 Milligramm Magnesium pro Liter, dass ist deutscher Trinkwasser-Durchschnitt. Nach einer Studie des Forums Trinkwasser lag der Mineralwasser-Durchschnitt von 234 Mineralwässern bei 52 Milligramm Magnesium pro Liter. Da der Magnesiumgehalt über 50 Milligramm Magnesium pro Liter liegt, darf sich der Mittelwert der Mineralwässer als "magnesiumhaltig" betrachten. Von den beliebten Medium-Mineralwässern enthalten zum Beispiel besonders viel Magnesium: Apollinaris Medium, Gerolsteiner Medium und Rosbacher Medium. Sie enthalten zwischen 92 bis 110 Milligramm Magnesium pro Liter.

Auch hier deckt Mineralwasser nur einen kleinen Teil des Tagesbedarfs. Nach der Nationalen Verzehrsstudie trägt Mineralwasser zusammen mit Trinkwasser nur mit weniger als zehn Prozent zur Magnesiumversorgung bei. Möchte man seine tägliche Magnesiummenge nur mit Mineralwasser des mittleren Gehalts aufnehmen, müsste man täglich mindestens sechs Liter trinken. Doch viele Mineralwässer enthalten weniger Magnesium. Auch hier lohnt sich der Blick auf den Analysenauszug der Etikette.