Schlafstörungen

„Schlaf ist doch die köstlichste Erfindung“ befand schon Heinrich Heine. Was also tun gegen Schlafstörungen?

„Schlaf ist doch die köstlichste Erfindung“ befand schon Heinrich Heine und ahnte wohl, wie wichtig guter Schlaf für das seelische und körperliche Wohlbefinden ist. Regelmäßig genügend Schlaf zu bekommen, beeinflusst entscheidend die Lebensqualität der Menschen, die immerhin etwa ein Drittel ihres Lebens mit Schlafen verbringen. Im Allgemeinen schenkt der Mensch dem Schlaf nur wenig Beachtung und hält ihn für ebenso selbstverständlich wie Essen und Trinken. Sinn und Bedeutung des Schlafs rücken oftmals erst dann ins Blickfeld, wenn er gestört ist.

Die meisten von uns haben selbst schon einmal am eigenen Leib erfahren, wie es ist, nicht schlafen zu können: Nach einem ausgefüllten Tag fühlt man sich zwar erschöpft und müde, dennoch liegt man abends wach im Bett und kommt einfach nicht zur Ruhe. Man wälzt sich von einer Seite auf die andere und liegt scheinbar über Stunden wach. Wenn am nächsten Morgen wieder der Wecker klingelt, hat man das Gefühl, gerade erst eingeschlafen zu sein. Völlig gerädert, unausgeschlafen und unkonzentriert macht man sich schließlich auf den Weg zur Arbeit.

Sind Schlafstörungen krankhaft?

Sicherlich ist dies unangenehm, doch zum Glück sind nur selten krankhafte und behandlungsbedürftige Schlafstörungen die Ursache. Gelegentliche Schlafstörungen sind ein ganz normaler Teil des Lebens und sollten in der Regel nicht überbewertet werden. Viele Menschen fangen aber an, über die Ursachen ihres vermeintlich schlechten Schlafs nachzudenken und geraten so in einen Teufelskreis, denn solche Grübeleien machen das Einschlafen nur noch schwerer. Manchmal ist Schnarchen der Grund für eine nicht erholsame Nachtruhe. Es kann sogar zu Atemaussetzern kommen.

Dabei ist es interessant zu wissen, dass mehrmaliges Aufwachen zu einem gesunden Schlaf gehört und keinesfalls besorgniserregend ist. Im Durchschnitt wacht ein Mensch im Laufe einer Nacht bis zu 28 Mal auf! In der Regel schläft man danach sehr schnell wieder ein und weiß deshalb am nächsten Tag auch nichts mehr von diesen Wachphasen. Nimmt ein sensibler Schläfer diese Wachphasen aber wahr, kann sich ihm schnell der Verdacht aufdrängen, er habe so gut wie gar nicht geschlafen.

Selbst wenn sich einmal Schlafstörungen eingeschlichen haben, so lässt sich oftmals mit der Anpassung des eigenen Verhaltens und natürlichen Schlafhilfen wieder zu einer erholsamen Nachtruhe finden.

Verhaltensregeln für einen guten Schlaf: Die Schlafhygiene.

Das Festlegen und disziplinierte Einhalten einer Tagesstruktur an jedem Tag in der Woche inklusive des Wochenendes verbessert auf lange Sicht den Schlaf erheblich. Daher sollten Sie möglichst immer zur selben Zeit zu Bett gehen, ebenso wie morgens zur selben Zeit aufstehen, selbst wenn Sie einmal schlecht geschlafen haben. Denn die Zeit des Aufstehens ist der Dreh- und Angelpunkt für den Biorhythmus. Hormone, Atmung und Kreislauf unterliegen Zyklen, die von den „Taktgebern“ Aufstehen (Beginn der Tagesaktivität) und Einschlafen (Beginn der Nachtruhe, Erholung, Verdauungsprozesse) bestimmt werden.

Ebenfalls wichtig als „Taktgeber“ sind feste Essenszeiten. „Morgens sollst du essen wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann“ – in diesem Sprichwort wird die Bedeutung des Frühstücks als wichtigste Mahlzeit des Tages deutlich. Frühstück und Mittagessen sollten die Hauptmahlzeiten sein. Eine leichte Mahlzeit vor dem Schlafengehen rundet den Tag ab und verhilft zu einer ungestörten Nachtruhe.

Reichhaltige, vor allem fette Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen hingegen sind Gift für die Nachtruhe. Sie liegen schwer im Magen und lassen den Körper nicht zur Ruhe kommen. In den letzten beiden Stunden vor dem Einschlafen sollte man den Magen nicht mehr unnötig belasten. Auch auf Mahlzeiten mit einfachen Kohlenhydraten (Zucker) sollte man abends wenn möglich verzichten, da diese größtenteils in den Fettdepots eingelagert werden und dadurch zu Übergewicht führen. Hunger stört die Nachtruhe aber ebenfalls. Ein kleiner, leichter Snack wie Banane, Joghurt, Käse oder Milch ist also erlaubt. Zu vermeiden ist aber in jedem Fall der nächtliche Gang zum Kühlschrank! Er ist nicht nur Gift für den Erhalt eines normalen Körpergewichts, sondern gewöhnt den Organismus an diese Mahlzeiten, so dass man bald regelmäßig vom Hunger geweckt wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.