pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe in der gesunden Ernährung


Schon vor etwa 100 Jahren wurde der Begriff „Sekundäre Pflanzenstoffe“ (von engl.: Phytochemicals) von dem Nobelpreisträger Albrecht Kossel verwendet. Sie gehören zu den so genannten bioaktiven Substanzen in unserer täglichen Nahrung, also zu den gesundheitsfördernden Wirkstoffen. Sie besitzen keinen Nährstoffcharakter im Sinne von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten, sind für den menschlichen Organismus aber dennoch von besonderem Wert.


Ausgewogene Mischkost versorgt den Körper mit sekundären Pflanzenstoffen

Eine abwechslungsreiche, ausgewogene, überwiegend pflanzliche Ernährung, die unter anderem einen hohen Anteil an frischem, wenig verarbeiteten Obst und Gemüse enthält, liefert dem menschlichen Körper die verschiedenen wertvollen sekundären Pflanzenstoffe in der für die Gesunderhaltung des Organismus ausreichenden Menge. Täglich können im Rahmen einer Mischkost circa 1,5 g sekundäre Pflanzenstoffe aufgenommen werden.

Eigenschaften bioaktiver Substanzen in Nahrungsmitteln

Der Definition von Caragay zufolge sind alle natürlichen in Pflanzen vorkommenden chemischen Substanzen zu den sekundären Pflanzenstoffen zu zählen. Im engeren Sinne kommen Phytochemicals in essbaren Pflanzen vor, werden vom Menschen über die Nahrung aufgenommen und wirken positiv auf den menschlichen Stoffwechsel ein.

Bisher konzentrierten sich die Forschungen nur auf die „klassischen“ Radikalfänger wie Vitamin C und E. Neuere Untersuchungen jedoch ergaben, dass auch in Gemüse enthaltene sekundäre Pflanzenstoffe unter anderem als Radikalfänger wertvoll sein können.

In der Regel sind diesen Stoffen allgemein pharmakologische Wirkungen zuzuschreiben. Deshalb werden Pflanzen traditionell sowohl zur Ernährung als auch zur Therapie von Krankheiten verwendet.

Gesundheitsfördernde Wirkungen von sekundären Pflanzenstoffen

Die gesundheitsfördernden Eigenschaften der bioaktiven Substanzen sind vielfältig. So wirken beispielsweise Flavonoide, Sulfide, Isoflavonoide, Catechine, Carotinoide und Bitterstoffe

- antikanzerogen
- antimikrobiell
- antioxidativ
- antithrombotisch
- immunmodulierend
- entzündungshemmend
- Blutdruck-beeinflussend
- Cholesterinspiegel-senkend
- Blutglucose-beeinflussend sowie
- verdauungsfördernd.