Spitzwegerich – gegen Husten ist ein Kraut gewachsen

Spitzwegerich ist eine Heilpflanze mit Tradition. Besonders hilfreich ist der Spitzwegerich bei Reizhusten und bei Entzündungen.

Schon in der Antike wurde über den Spitzwegerich geschrieben. Im Mittelalter heißt es in Texten deutscher Klöster: Mit Honig vermischt, trocknet der (Spitz-)Wegerich nässende und reinigt eiternde Wunden. Mit Essig und Salz gekocht und gegessen, zähmt er übergroßen Durchfall.“

Grüne Pflanze am Wegesrand

Der Spitzwegerich ist beinahe weltweit verbreitet. Sein botanischer Name lautet Plantago lanceolata und er gehört zu der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Die eher unscheinbare Pflanze erreicht eine Höhe von 10 bis 50cm. Unscheinbar ist der Spitzwegerich auch deswegen, weil seine Blütefarbe grün bis braun ist, die Blüte in walzlicher bis eiförmiger Ähre. Seine Blätter wachsen lineallanzettlich und parallelnervig. Am Grund der Pflanze entspringt eine verschmälerte Grundrosette. Der Stängel ist gefurcht und seidig behaart. Spitzwegerich blüht von Mai bis Oktober. Man findet ihn besonders häufig an Wegesrändern und auf Wiesen.

Unscheinbar, aber wirkungsvoll

Wie bei den meisten Heilpflanzen, werden auch beim Spitzwegerich nicht alle Pflanzenteile medizinisch verwendet. Beim Spitzwegerich nimmt man die Blätter. Sie sind besonders reich an folgenden Inhaltsstoffen:

Schleimstoffe
Flavonoide und
Gerbstoffe

Aus heutiger Sicht liegen keine Hinweise darüber vor, dass der Spitzwegerich gegen Durchfall helfen soll, so wie es die Menschen im Mittelalter angenommen haben. Aber die Blätter des Spitzwegerichs sind tatsächlich hilfreich bei Entzündungen der Haut. Zunächst gereinigt, können sie anschließend frisch auf die Haut aufgelegt werden, sollten jedoch auch ständig gewechselt werden. Auch können die Blätter als Tee zubereitet werden. Eine saubere und fusselfreie Kompresse, zum Beispiel aus Leinen, im Tee getränkt wird auf die betroffene Stelle aufgelegt.

Der Spitzwegerich kann noch mehr! Die Blätter sind ein gutes Mittel gegen Reizhusten und gegen Entzündungen der Mundschleimhaut und der Rachenschleimhaut (Entzündungen im oberen Hals). Der Tee wird folgendermaßen zubereitet: 2 gehäufte Teelöffel getrocknete Spitzwegerichblätter (1,5 g) werden mit einer Tasse (150 ml) übergossen. Den Sud ein bis zwei Stunden (!) zugedeckt ziehen lassen, durchsieben und leicht erwärmen. Spitzwergerichblatttee kann mehrmals täglich getrunken werden.

Erhältlich sind Spitzwegerichblätter in der Apotheke oder im Reformhaus. Selbstverständlich können Sie das Spitzwegerichkraut auch selber sammeln und aufbereiten.

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