vitamin-b

Vitamin B – Nahrung für das Hirn


Aktuelle Studien aus England zeigen: Eine Kombination der Vitamine B6 und B12 kann den altersbedingten Hirnabbau verlangsamen. Zum Vitamin-B-Komplex gehören auch Folsäure (B9), Nikotiamid und Dexpanthenol. Vitamin B verringert nachweislich die Menge des Stoffwechselprodukts Homocystein im Blut. Diese Substanz gilt inzwischen als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.


Homocystein schadet den Blutgefäßen

Zu viel Homocystein schädigt die Wände der Blutgefäße und fördert die Arterienverkalkung. Schlimmer noch: Sind von dieser Verkalkung auch Blutgefäße im Gehirn betroffen, wird unser Denkapparat nicht mehr ausreichend mit Nahrung und Sauerstoff versorgt und es kommt zum vermehrten Absterben von Hirnzellen. Als Folge davon verringern sich die Gedächtnisleistung und das geistige Leistungsvermögen. Forscher von der Universität Oxford kamen in ihrer Studie mit 107 Personen im Alter von 61 bis 87 Jahren zu einer erschreckenden Erkenntnis: Besonders ältere Menschen sind von einem Vitamin B-Mangel betroffen. Ihnen mangelt es oft an Vitamin B12, sie haben deshalb ein sechsfach höheres Risiko, dass ihr Gehirn Volumen verliert als Gleichaltrige, die genug von dem Vitamin zu sich nehmen. Zur Risikogruppe gehören außerdem Vegetarier, Schwangere und Personen mit bestimmten Darm- oder Nierenerkrankungen. Gehirnveränderungen können eventuell ein frühes Kennzeichen für eine nachlassende Gedächtnisleistung sein.

Mangelerscheinungen wegen fehlender B-Vitamine

Die Gruppe der B-Vitamine arbeitet im Körper eng zusammen, es kommt also selten zu Mangelerscheinungen eines Vitamins aus dieser Gruppe. Bei Mangelzuständen wie zum Beispiel Stress, Schwangerschaft oder in der Wachstumsphase kann der erhöhte Bedarf durch Kombi-Präparate ausgeglichen werden. Die Symptome bei Vitamin-B-Mangel sind: Angst, Depressionen, Aggressivität, Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisschwäche, Nervenschmerzen und Kribbeln an Händen und Füßen, eingeschränkter Geruchs- u. Tastsinn, erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Gesichtsblässe, Schwäche und Müdigkeit. Alle B-Vitamine sind wasserlöslich, werden also bei Überdosierung mit dem Urin ausgeschieden. Trotzdem kann eine Überdosierung zu einer Überreizung der Nerven und einer Überempfindlichkeit führen.

Richtige Ernährung hat Einfluss auf die Hirnfunktion

Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, hat Einfluss darauf, wie stark unser Gehirn im Alter schrumpft. Vitamin B12 kann den schleichenden Prozess wahrscheinlich verlangsamen. Das spricht für einen höheren Anteil an Fleisch, Fisch und Milchprodukten in der Nahrung. So stammt zum Beispiel das wasserlösliche Vitamin B12 ausschließlich aus tierischen Produkten, vor allem Fleisch, Fisch und Milch. B12 ist wichtig für die Herstellung roter Blutkörperchen, für den Fett- und Kohlenhydrat-Stoffwechsel und die Nervenfunktion. Vegetarier können aufgrund ihrer Ernährung leicht in Gefahr eines B12-Mangels geraten. Vitamin B1 befindet sich in Hefe, Getreide, Gemüse, Kartoffeln und Innereien. B2 ist in Hefe, Getreide, Hülsenfrüchten, Milch, Käse und Innereien enthalten, während man B6 in Hefe, Getreide, Bananen, Gemüse, Innereien, Milch und Eiern findet. Obwohl der tägliche Bedarf nur drei Mikrogramm beträgt, haben mehrere Studien gezeigt, dass vier von zehn Menschen mit dem Vitamin unterversorgt sind.