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Wichtige Nährstoffe für das Gehirn


Forschungen der Stanford University in Los Angeles haben gezeigt, dass 10 Prozent aller Demenzerkrankungen ein Vitamin-B1-Mangel zugrunde liegt. Weitere Studien haben belegt, dass sich durch die richtige Ernährung die geistige Leistungsfähigkeit nicht nur erhalten, sondern sogar noch steigern lässt. Dafür sollte man darauf achten, täglich die ausreichende Dosis von "Brain Food" zu sich zu nehmen.


Nahrung fürs Gehirn

Als sogenanntes „Brain Food“ werden Nahrungsmittel bezeichnet, die direkt oder indirekt auf die Kommunikation zwischen den einzelnen Nervenzellen im Gehirn und damit auf die Bildung von Neurotransmittern einwirken. Ein Mangel an den Vorläufermolekülen wie Aminosäuren oder Fettsäuren oder auch ein Mangel an einer ausreichenden Dosis von Hilfsnährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen beeinträchtigt die Bildung dieser Neurotransmitter.

Vitamine und Mineralstoffe sind im Gehirn für zwei Dinge zuständig: einmal zur Aufrechterhaltung einer effektiven Zusammenarbeit von Neurotransmittern und Fettsäuren, zum anderen für den Schutz des Gehirns gegen Schäden durch freie Radikale. Freie Radikale sind Moleküle, die die Gehirnzellen attackieren und damit beschädigen.

Ein sehr wichtiges Vitamin für das Denken ist zum Beispiel Vitamin C, das entscheidend an der Bildung des Neurotransmitters Dopamin beteiligt ist. Ein weiteres ist das Vitamin E, das den Transport des Sauerstoffs in die Zellen unterstützt und die grauen Zellen „ölt". Außerdem die Vitamin-B-Gruppe (vor allem Vitamin B1, B6, B12, Folsäure), bei deren Mangel es vor allem zu Gedächtnisverlusten und seelischen Störungen kommt.

Wichtige Mineralstoffe für die Denkfähigkeit sind insbesondere Eisen, Zink, Kalium, Magnesium und Chrom. Fettsäuren dagegen sind wichtige Nährstoffe für eine optimale geistige Leistungsfähigkeit, denn ein großer Teil des Gehirns besteht aus diesen essentiellen Fettsäuren (z.B. den bekannten Omega3-Fettsäuren). Eine effektive Gehirnleistung setzt die richtige Art und die richtige Menge an Fettsäuren voraus.

Aminosäuren (oder auch Eiweiße), vor allem die Aminosäuren Phenyllalanin, Tryptophan und Tyrosin, sollten in angemessenen Mengen in unserer Nahrung vorhanden sein. Aminosäuren sind nämlich die Vorläufer für die Bildung von Dopamin und Serotonin.

Weitere fünf der wichtigsten Nährstoffe für das Gehirn kurz zusammengefasst

Acetyl-L-Carnitin: Zuständig für die Energieproduktion in den Mitochondrien der Gehirnzellen, verbessert die Gehirnleistung sogar bei Alzheimerpatienten. Ein Mangel führt zur Gedächtnisschwäche.

Bor: Ist bei der Energiebereitstellung in den Gehirnzellen entscheidend. Regt die Gehirn- und Nervenzellen an. Ein Mangel führt zu einer schlechteren Merkfähigkeit.

Chrom: Das Gehirn braucht Zucker, Chrom reguliert den Zuckerspiegel im Gehirn. Kommt es zu einem Chrommangel drohen Depressionen und Gedächtnisverlust

Folsäure: Regt die Ausschüttung des Hormons Serotonin an, das kreatives Denken ermöglicht. Bei einem Mangel an Folsäure kann es nicht nur zu Depressionen, sondern auch zu neurologischen Ausfällen kommen.

Glukose: Zucker ist der einzige Energielieferant, den das Gehirn direkt umsetzen kann. Um einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel im Gehirn zu gewährleisten, sollten langkettige Zucker (Vollkorn, Obst, etc.) genutzt werden.