vitamin c

Wieviel Vitamin C braucht man?


Von den vielen Millionen Tieren, Reptilien, Amphibien, Insekten und allem anderen, was jemals über unsere Erde gelaufen, gekrochen, geflogen oder geschwommen ist, gehört der Mensch zu den wenigen Kreaturen, die das von ihnen benötigte Vitamin C nicht selbst herstellen können. Diese Entwicklung begann vor Millionen von Jahren. Damals war die Leber der Primaten noch in der Lage, ein Enzym zu entwickeln, das Zucker in Vitamin C verwandelt. Bei der weiteren Entwicklung der Affen, Halbaffen, Menschenaffen und Menschen verlor die Leber jedoch diese Fähigkeit.


Auch Menschenaffen, Meerschweinchen, Flugfüchse, Fledermäuse, Regenbogenforellen, verschiedene Vögel und Insekten sind so genannte Defektmutanten, weil sie Vitamin C nicht selbst aus Glucose (Zucker) synthetisieren können. Wie wir Menschen sind auch sie auf eine Vitamin-C-Zufuhr durch die Nahrung angewiesen.

Wie viel Vitamin C braucht der Mensch?

Über diese Frage streiten seit dem vergangenen Jahrhundert Wissenschaftler und Ärzte. Verschiedene Regierungen haben daher für ihr jeweiliges Volk Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr publiziert. Auch internationale Vereinigungen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO geben solche Empfehlungen heraus.

Leider sind diese Empfehlungen nicht einheitlich und wirken daher eher spekulativ. So wird einem Amerikaner 60 mg Vitamin C am Tag empfohlen, ein Brite muss mit 30 mg auskommen, ein Franzose braucht 80 mg und ein Italiener 45 mg. Wir Deutschen sollen nach der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung DGE täglich 75 mg Vitamin C essen.

Wie die einzelnen Zahlenwerte der Empfehlungen entstehen, gehört zu den Geheimnissen der Ernährungswissenschaft, denn es gibt bislang keine Methode, um einen tatsächlichen Vitaminbedarf beim einzelnen Menschen zu ermitteln. Vermutlich ist es richtiger, davon auszugehen, dass der Bedarf von Mensch zu Mensch schwankt.

Allerdings haben nach gesicherten Studien gerade chronisch kranke Menschen höhere Überlebensraten, wenn sie Höchstdosen Vitamin C verabreicht bekamen. So haben beispielsweise die Wissenschaftler Linus Pauling und E. Cameron Patienten, die an nicht mehr behandelbaren Krebserkrankungen im Endstadium litten, mit täglich 10 Gramm (!) Vitamin C behandelt. Nach einem Jahr lebten noch 22 Prozent der Patienten. In der Vergleichsgruppe, die nicht mit Vitamin C behandelt wurde, lebten nur noch 4 Prozent der Patienten.

Empfehlung in Milligramm und Gramm

Empfehlungen zum Thema „Wie viel?“ fasst der amerikanische Orthomolekularspezialist Dr. Patrick Quillen („Beating Cancer with Nutrition“) so zusammen:

- 10 mg/Tag schützen vor Skorbut - 75 mg/Tag entsprechen der täglichen Empfehlung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) - 200 – 300 mg/Tag würde jemand zu sich nehmen, der sich an die Empfehlung, 5 x am Tag Obst und Gemüse zu essen, hält - 300 mg/Tag an zusätzlich eingenommenem Vitamin C hat in Studien das Leben von Männern um 6 Jahre verlängert - 1000 mg/Tag benötigen viele Menschen in Krankenhäusern um ihren Vitamin-C-Serumspiegel aufrecht zu erhalten - 20.000 mg/Tag werden vielfach von Menschen eingenommen, die Krankheiten wie Aids, Krebs oder Virusinfektionen überwinden wollen. - 20.000 mg/Tag werden von verschiedenen Tieren produziert, wie beispielsweise von Ziegen und Hunden. Die Vitamin-C-Produktion der Tiere steigt sogar noch, wenn sie Stressfaktoren, Infektionen oder Giften ausgesetzt sind.

Vitamin C gilt nach vielen Studien als äußerst sicher, selbst wenn es in hohen Dosen verabreicht wird. Insgesamt gab es acht verschiedene doppel-blinde, Placebo kontrollierte Studien, bei denen Menschen bis zu 10 mg Vitamin C täglich bekamen, ohne dass sie an Nebenwirkungen litten. Allerdings wurden diese Vitamindosen per Injektion verabreicht. Bei der oralen Einnahme von so großen Mengen Ascorbinsäure kann es durchaus zu Nebenwirkungen wie Magenirritationen oder Durchfall kommen. Selbst bei Versuchsreihen mit Ratten und Meerschweinchen wurde nachgewiesen, dass die Tiere Dosen von täglich 8,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht über 10 Wochen ohne erkennbare Schäden vertrugen. Erst bei Dosen von täglich 27,3 g/kg traten toxische (giftige) Effekte auf.