zitrone

Vitamin C und weitere Inhaltsstoffe der Zitrone und deren Wirkung


Das hellgelbe, saftig-saure Fruchtfleisch der Zitrone und ihre Schale, deren ätherisches Zitronenöl durch Kaltpressung gewonnen wird, vereinen sich zu einem Frischeerlebnis für Gaumen und Sinne. Zugegebenermaßen vorzugsweise für den Menschen. Insekten und Motten meiden ihr Aroma, weshalb zu deren Abwehr dienlich.


Zitronen sind in der menschlichen Kultur universell einsetzbar

Zitronen werden zum Verzehr und als Ausgangsstoff für die industrielle Verwertung angebaut. Die Früchte, Blätter und Blüten beherbergen Inhaltsstoffe, die

- desinfizierend
- duftend und erfrischend
- straffend
- blutstillend und
- durchblutungsfördernd

wirken. Aufgrund dieser Qualitäten gelten sie als unentbehrliches Element für die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie sowie die Reinigungsmittel- und Gesundheitsbranche.

Diverse Zitronensorten bringen bis zu fünfzehn cm lange und 6 cm dicke, ovale Früchte mit hellgrüner, orange-gelber oder üblicherweise gelber Schalen hervor. Die weiß-gräulichen Kerne befinden sich im saftigen Fruchtfleisch, das durch filigrane, durchscheinende Häutchen mehrfach unterteilt ist. Es ist fest mit dem darüberliegenden weißen Gewebe, dem inneren Anteil der Schale, verbunden. Die Außenseite zeigt die gefärbte Schale.

Wer will, kann die Zitronenkerne einpflanzen. Bleiben sie vor Nässe, Kälte, Frost und Dünger verschont und erhalten zusätzlich viel Licht und Wärme, werden bald die ersten Triebe der Zitronenbäume sprießen.

Die Zitrone und ihre Inhaltsstoffe

100 g Zitronenfrucht liefern 29 Kalorien und enthalten neben Wasser, Traubenzucker, (Glukose) Fruchtzucker (Fructose) und Enzymen einen geringen Anteil an Ballaststoffen, (2,8 g - hauptsächlich wasserlösliche Pektine) Kohlenhydraten, (9,3 g) Eiweiß (1,1 g) und Fett. (0,3 g)

Berühmt-berüchtigt ist die Zitrone durch ihren hohen Vitamin C Gehalt von 53 mg. In geringeren Mengen inkludiert sie die

- Vitamine A, (3 µg) B 1, (51 µg) B 2, (20 µg) B 5, (270 µg) und Vitamin E. (170 µg)
- Mineralstoffe Kalium, (138 mg) Kalzium, (26 mg) Magnesium und das Spurenelement Eisen. (0,6 mg)

Die Mengenangaben sind überschlägige Werte. Eine frische Zitrone, ohne Zwischenstation vom Baum gepflückt, besitzt viel mehr Inhaltsstoffe als sein Geschwister, das nach langen Transport- und Lagerungszeiten im Handel erhältlich ist.

Empfohlene Tagesdosis der wichtigsten Vitamine

Vitamin C zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen. Es muss dem Körper kontinuierlich zugeführt werden und wird mit dem Urin ausgeschieden. Infolgedessen ist keine Überdosierung zu befürchten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die tägliche Ration von:

- 100 mg Vitamin C. Schwangere Frauen benötigen 110 Milligramm, der Bedarf von Stillenden und Rauchern erhöht sich auf 150 mg Vitamin C täglich.
- 0,8 mg Vitamin A für Frauen und 1 mg für Männer. Einen Mehr-Verbrauch haben Schwangere mit 1,1 mg und Stillende mit 1,5 mg Vitamin A.
- 13 mg bis 15 mg Vitamin E für Männer, zwischen 11 mg und 12 mg für Frauen, 13 mg für Schwangere und 17 mg für Stillende.

Durch die enthaltenen Bioflavonoide erhält die Zitrone das Prädikat besonders wertvoll.

Zusätzlich sind in der gelben Frucht und Schale Bioflavonoide (beispielsweise Hesperidin und Rutin) eingeschlossen. Sie verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und die Beschaffenheit der Blutgefäße. Die sekundären Pflanzenstoffe können durch ihre antibakteriellen und antioxidativen Eigenschaften Entzündungen, Allergien und Herpesbeschwerden lindern.

Die Verlangsamung des Alterungsprozesses, eine Verringerung der erhöhten Radikalkonzentration, die beim Rauchen entsteht und ein gDarüber hinaus besitzt die Zitrone Antikanzerogene, die krebs fördernde Stoffe hemmen. Eine hohe Vitamin C Zufuhr aus natürlichen Quellen kann ein Schutzfaktor gegen Krebsbefall der Mundhöhle und Speiseröhre, des Rachens und Magens sein.eringeres Krebsrisiko beruhen auf ihrer Aktivität als Katalysator freier Radikale.

Bioflavonoide und Vitamin C

In Verbindung mit Vitamin C stärken die bioaktiven Wirkstoffe Kapillaren und das Kollagen, das ein wichtiger Faktor zur Festigung von Bindegewebe, Knochen, Haut und ihre Anhangsgebilde ist. Die Faltenbildung wird durch den Abbau von Kollagen beschleunigt, weshalb die Zitrone in der Kosmetikbranche als Gegenspieler eingesetzt wird. Eisen und Folsäure können vom Körper besser resorbiert werden.

Die höchste Konzentration der Zitrusfrucht-Flavonoide Hesperidin und Hesperetin befindet sich in der Schale und im weißen Gewebe. Dieser Umstand sollte beim Verzehr eingeplant werden.

Die appetitanregende Wirkung der Zitrone im Körper

Die Inhaltsstoffe der Zitrone fördern den Appetit, die Tätigkeit des Stoffwechsels und die Verdauung. Wissenschaftlich nicht belegt, doch vermutet wird ihre Fähigkeit, durch die Anregung des Stoffwechsels einen höheren Anteil an Fettreserven zu verbrennen. Dieser Umstand kommt Diät-Geplagten beim Abnehmen zugute. Zusätzlich verleiht Zitronensaft Speisen und Backwaren ein unverwechselbares Aroma, macht Fleisch mürber und erleichtert die Verstoffwechselung von Fett.

Die gesundheitsfördernde Wirkung der Zitrone

Zitrusfrucht-Genuss hat gesundheitsfördernde Wirkung. Rutin hält die Blutgefäße elastisch. Der gesamte Wirkstoffkomplex beugt Ablagerungen von Schlacken und Giftstoffen an den Gefäßinnenwänden vor und hilft bei der Abwehr von Herz- und Kreislauferkrankungen. Der Kaliumgehalt wirkt stabilisierend auf den Blutdruck. Nieren- und Gallensteine können durch die Inhaltsstoffe der sauren Frucht leichter aufgelöst werden.

Der Kalzium-Metabolismus für Knochen und Zähne wird angekurbelt. Um Kalzium in die Knochen einzulagern, ist Vitamin C nötig. Die Zitrone bildet die ideale Kombination beider Inhaltsstoffe.

Zur allgemeinen Gesunderhaltung sollte täglich der Saft einer Zitrone, mit Wasser oder Mineralwasser verdünnt, getrunken werden. Bei einem säureempfindlichen Magen kann alternativ Grapefruitsaft verwendet werden. Wer ein besonderes Geschmackserlebnis sucht, kann Grüne Smoothies mit Zitronensaft bereichern. Auf Zucker im Getränk sollte verzichtet werden. Erstaunlicherweise stellt der saure Saft im Körper ein basisches Milieu her, welches Viren und Bakterien als wenig angenehm empfinden.

Zitronensäure und der Zahnschmelz

Die enthaltene Zitronensäure der Frucht bringt diese in Verruf, weil sie den Zahnschmelz schädigen soll. Auf ihre wertvollen Vitamine und Mineralstoffe muss trotzdem nicht verzichtet werden. Interessanterweise ist in Lebensmitteln wie Kuhmilch, Kartoffeln und anderen Obstsorten ebenso Zitronensäure enthalten. Wichtig ist, unmittelbar nach ihrem Genuss den Mund mit klarem Wasser auszuspülen und die Zähne erst nach einer halben Stunde zu putzen.

Tatsächlich gemieden werden sollte Zitronensäure in Verbindung mit Zucker oder Zuckeraustauschstoffen. Diese Kombination bereichert des Öfteren süße Limonaden. Man denke an Cola mit Zitrone. Ferner ist der Zusatzstoff E 330 (Zitronensäure) in vielen Süß- und Backwaren enthalten.

Zitrone gegen Erkältung?

In Wissenschafts-Kreisen kursieren derzeit geteilte Meinungen, ob Zitronensaft Erkältungen vorbeugen kann oder nicht. Unbestritten ist die Tatsache, dass sich die Dauer der Erkältung durch ausreichend Vitamin C verkürzt werden kann.

Zu diesem Zweck wird frisch gepresster Zitronensaft verwendet und mit lauwarmem oder kaltem Wasser vermischt. Soll es ein warmes Getränk sein, kann Tee mit Honig, der entzündungshemmend wirkt, getrunken werden. Wird die Zitrone mit heißem Wasser zubereitet, verringert sich ihr Reichtum an natürlichen Stoffen dramatisch.

Zitrone beruhigt Sodbrennen

Bei Sodbrennen wird ein Übermaß an Salzsäure im Magen produziert. Gesellt sich zeitgleich Zitronensäure dazu, stellt der Magen die weitere Herstellung von Salzsäure ein und die Schmerzen verschwinden.

Zitrone gegen ein paar Wehwehchen

Wickel mit Zitrone hemmen Entzündungen und kühlen. Zur Linderung bei Halsschmerzen Zitronenscheiben in ein Tuch einschlagen und auflegen. Anstelle von Essig kann Zitrone fiebersenkenden Wickeln beigegeben werden. Eine halbe Biozitrone mit dem Wasser für die Wickel vermengen und anlegen. Die Schale sollte eingeschnitten werden, damit die ätherischen Öle ins Wasser gelangen.