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Cattleya-Orchideen richtig pflegen


Orchideen der Gattung Cattleya zählen zu den Schönsten. Mit der richtigen Pflege und Zucht zeigen sich die großen farbenprächtigen Blüten regelmäßig.


Kaum eine andere Orchideengattung bringt so große und vor allem so intensiv gefärbte Blüten hervor, wie die Cattleya-Orchideen. Ihre Blüten sind es wohl auch, die sie zu einer der begehrtesten Orchideen überhaupt machen. Unter Liebhabern gilt die Cattleya sogar als Inbegriff einer Orchidee.

Wie die Cattleya-Orchideen nach Europa kamen

Es war das Jahr 1818, als zum ersten Mal eine nach Europa eingeführte Orchidee erblühte, die ihrem Züchter Wiiliam Cattley zu Ehren, den Namen Cattleya erhielt. Eine Geschichte der sprichwörtlichen Ironie des Schicksals entspinnt sich um diese erste Blüte einer Pflanze, der Art Cattleya labiata. Denn eigentlich gelangten die ersten Cattleya-Orchideen lediglich als Verpackungsmaterial für Nutzpflanzen nach England. Doch Cattley erkannte mehr in den als "Parasitos" bezeichneten Pflanzen und nahm sich ihrer an. Zum Glück möchte man sagen. Wer weiß schon wie viele der gegenwärtigen Züchtungen existieren würden, hätte die Geschichte einen anderen Verlauf genommen.

Es gibt zwei Gruppen von Cattleyen

Die ursprünglich in Mittel- und Südamerika beheimatete Gattung Cattleya umfasst 45 Arten, die epiphytisch (baumbewohnend) beziehungsweise lithophytisch (felsbewohnend) wachsen. Man unterscheidet zwischen unifoliaten (einblättrigen) und bifoliaten (zweiblättrigen) Arten. Während die erste Gruppe eher gedrungenere Pflanzen hervorbringt, die meist nur eine aber dafür sehr große Blüte präsentieren, zeigen die Orchideen der zweiten Gruppe einen schlankeren und höheren Wuchs mit zahlreichen kleinen Blüten.

Cattleya-Orchideen zu pflegen ist nicht schwer

Damit sich die Blüten im Frühjahr oder Herbst zeigen, bedürfen die Cattleya-Orchideen selbstverständlich einer guten Pflege. Wer noch nicht so viel Erfahrung mit Cattleyen hat, sollte sich zunächst den bifoliaten Arten zuwenden, denn diese sind grundsätzlich einfacher zu pflegen und nicht so anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Die Pflanzen können sowohl auf der Fensterbank als auch im Wintergarten oder im Gewächshaus kultiviert werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Raum auch warmtemperierte Bedingungen bieten kann. Im Sommer vertragen die Orchideen durchaus Temperaturen von 30° Celsius während sie im Winter 15-20° Celsius bevorzugen. In der Wachstumsphase zwischen März und September muss die Pflanze reichlich gegossen werden und benötigt zudem relativ viel Dünger. Unbedingt notwendig für die Blütenbildung ist das Einhalten einer Ruhephase, die nach dem Abschluss des Neutriebes einsetzt. In dieser Zeit erfolgen keine Düngegaben und die Cattleya muss trockener - in der Regel wird alle zwei bis vier Wochen gegossen - sowie kühler gehalten werden. Mit Erscheinen der neuen Knospen endet die Ruhephase. Die Knospen entwickeln sich aus der Bulbenspitze in einer sogenannten Blütenscheide. Wenn die Luftfeuchtigkeit zu gering ist - unterhalb von 60-70% - kann die Scheide nicht durchbrochen werden. In diesem Fall muss die Blütenscheide vorsichtig von Hand geöffnet werden. Tipp: regelmäßiges Besprühen der Orchideen mit weichen Wasser, hilft gegen eine geringe Luftfeuchtigkeit.

Die richtige Zeit eine Cattleya umzutopfen

Zeigen sich im Frühjahr bis zum Frühsommer an der Basis der Pseudobulben neue Wurzeln ist die beste Zeit für das Umtopfen und die Vermehrung. Grobes Rinden-Torf-Substrat ist dafür besonders gut geeignet. Damit der Neutrieb nicht fault, sollten die Cattleyen nicht zu tief eingesetzt werden. Es empfiehlt sich eine Topfgröße zu wählen, die der Cattleya-Orchidee etwa drei Jahre Platz zum Wachsen bietet.