birma

Die Heilige Birma - ein verspielter und anschmiegsamer Gefährte


Legende

Um die Herkunft der edlen Birma Katze rankt sich eine hübsche Legende, welche den Namenszusatz "Heilige" erklärt. Mun Ha war der Abt der Kittha Mönche und lebte vor sehr langer Zeit am Fuße des Lugh Gebirges. Wie alle Kittha Mönche hatte auch Mun Ha sein Leben der Göttin Tsun Kyankze geweiht. Sie hatte wunderschöne saphirblaue Augen und wurde für ihre Fähigkeit der Seelenumwandlung verehrt. Mun Ha besaß einen Kater mit dem Namen Sinh. Als Mun Ha verstarb, wurden die Mönche gerade von feindlichen Stämmen aus Siam angegriffen. Ohne ihren Führer war diese Situation besonders gefährlich für die Kittha Mönche. Doch der Legende nach geschah nun ein Wunder. Der Kater Sinh sprang vor den Altar der Göttin. Als sie das Tier sah, wanderte die Seele des verstorbenen Abts in den Kater, um so weiterzuleben. Der Kater änderte sein Aussehen, bekam die gleichen funkelnden dunkelblauen Augen wie die Göttin, goldgelbes Fell und blütenweiße Pfoten als Zeichen seiner Reinheit. Nach sieben Tagen starb Sinh und nahm die Seele seines berühmten Herrchens mit. Er hatte den vollkommenen Zustand erreicht.


Aussehen

Die Heilige Birma besitzt runde, leuchtend blaue Augen, die je nach Lichteinwirkung mal hellblau und mal dunkelblau blitzen. Der Blick in die Augen einer Birma wirkt beruhigend und harmonisch. Die nicht mit der „Burma“ zu verwechselnde Heilige Birma besitzt einen runden Kopf mit vollen Wangen und leicht runder Schnauze. Das Fell ist seidig, mittellang, am Hals gekraust und buschig, an Bauch und Schwanz etwas länger. Birma Katzen besitzen dreieckige Ohren. Die Colorpoint-Katzen können folgende Farbschläge aufweisen: Seal, Blau, Chocolate, Lilac, Rot, Creme, Schildpatt und Tabbies (gemustert).

Eigenschaften

Birma Katzen sind sanft, äußerst freundlich und verschmust, was ihre Aktivität nicht schmälert. In ihren Wachzeiten möchten sie spielen, neue Abenteuer erleben und ihren Bewegungsdrang ausleben. Sie sind nicht gern länger allein. Sie suchen die Nähe des Menschen, brauchen viel Liebe und Zuwendung und hören bei Vernachlässigung auf zu fressen. Als Haustiere für Familien mit Kindern sind Birma Katzen daher sehr geeignet.

Pflege

Das Fell sollte täglich gebürstet und gekämmt werden. Ihr Liebling wird es Ihnen danken, denn das Kämmen ist für die Birma ein Ritual der Zuwendung. Die Birma Katze braucht kein Bad wie bestimmte Hunderassen. Sie putzt sich selbst und duftet auch ohne Bad angenehm, wenn sie gesund ist. Sollte das Fell hinten nach einem Toilettengang einmal verschmutzt sein, empfiehlt sich eine vorsichtige Reinigung mit nassem Waschlappen. Wird die Katze sorgsam ernährt und gepflegt, wird sie von selbst reinlich und sauber sein. Verklebte und stark verfilzte Fellteile sollten vorsichtig mit einer Schere abgeschnitten werden. Manche Birma Katzen haben verklebte Augen. Sie können mit wassergetränkter Watte oder einem sauberen Schminkpad vorsichtig gereinigt werden. Die Katze sollte dabei festgehalten werden. Lässt sich der Augenfluss nicht in den Griff kriegen, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

Spielzeug und Spiele

Birma Katzen lieben alles Bunte, das sich bewegt. Achten Sie auf das Material des Spielzeugs, da die Birma es oft in ihr Maul nimmt, wenn sie es erobert hat. Sehr beliebt sind echte Pfauenfedern, Federangeln oder Katzentunnel, weil sie den Jagdinstinkt wecken. Birma Katzen rennen gern interessanten Dingen hinterher und lieben das Verstecken. Auf kleine Klopfgeräusche hören sie aufmerksam und kommen neugierig angerannt, um nachzusehen, was dahinter steckt.

Sie tollen liebend gern auf dem Boden, springen, klettern und toben nach Herzenslust. Sprünge von mehreren Metern Höhe auf die Erde oder das Bett, zum Beispiel vom Schlafzimmerschrank herunter, sind für sie kein Problem. Spitze und gefährliche Gegenstände sollten nicht in Reichweite der Stubentiger sein. Ein Katzenkratzbaum gehört zur Grundausstattung für jede Katze. Er sollte aus strapazierfähigem Material, zum Beispiel Sisal, sein, damit ihr Liebling seine Krallen wetzen und schärfen kann. So bleibt die Wohnungseinrichtung verschont.

Erziehung

Die Birma Katze ist aufgrund ihrer hohen Intelligenz und ihres ausgeprägten Sozialverhaltens sehr lernfähig, experimentierfreudig und aufgeschlossen für alles Neue. Deshalb kann sie durchaus für kleine, einfache Spiele „dressiert“ werden. Voraussetzung ist natürlich das Vertrauen zum Katzenhalter. Allerdings wird sie nicht wie ein Hund auf den Ruf des Namens sofort angerannt kommen, wenn sie keine Lust zum Spielen hat. Ihre Individualität bestimmt die gegenwärtige Verfassung und Spiellaune. Wenn Sie als Tierhalter jedoch regelmäßig gewisse Rituale wie bestimmte Spiele, zum Beispiel immer am Vormittag oder der Wachzeit ihrer Katze, durchführen, wird sie sich gern daran erinnern und beteiligen. Sie kommt auch zu Ihnen und fordert die Beschäftigung ein, wenn ihr danach ist. Die Birma Katze besitzt ein gutes Erinnerungsvermögen an Menschen und Eigenarten der Familienmitglieder bzw. des Halters, bei dem sie lebt. Wird sie liebevoll behandelt, gibt sie Vieles zurück. Sie lässt sich gern streicheln und ist verschmust und anschmiegsam. Wenn es ihr zu viel wird, zieht sie sich zurück. Fauchen und Kratzen wird eine Birma nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel, wenn sie krank ist oder sich bedroht fühlt. Wenn eine Zurechtweisung notwendig ist, reichen ein Anpusten oder lautes Schimpfen aus.