koriander

Koriander - für Küche und Gesundheit


Seit Jahrtausenden ist Coriandrum Sativum bekannt. Die einen nutzen es zum Verfeinern von Gerichten aller Art, die anderen schwören auf die Heilwirkung der Pflanze.


Die einen behaupten, er schmecke wie alte Gummireifen. Andere wiederum schwören auf seinen guten Geschmack und seine heilsame Wirkung: Der Koriander – sein lateinischer Name lautet Coriandrum Sativum – wird geliebt und gehasst. Vielen Menschen allerdings ist gar nicht klar, dass es nicht die bis zu 60 cm hohe Pflanze Koriander aus der Familie der Doldenblütengewächse an sich ist, die so heftige und unterschiedliche Geschmacks-Reaktionen hervorruft. Es sind die verschiedenen Pflanzenteile wie beispielsweise Blätter, Früchte und Stängel, die so unterschiedlich schmecken. Und auch aus den unterschiedlichsten Gründen verwendet werden.

Koriander – das Viagra zwischen Antike und Neuzeit

Coriandrum Sativum – die Pflanze stammt ursprünglich aus Vorderasien – ist seit jeher bekannt. Genauer gesagt seit nunmehr fast 3000 Jahren. Im Mittelalter lobte man das Gewürz ob seiner aphrodisierenden Wirkung – das Viagra zwischen Antike und Neuzeit sozusagen. Die Asiaten dachten, sie würden nach reichlich Koriander-Konsum unsterblich. Nur die Römer indes nutzten die Pflanze bereits in der Küche: Sie verfeinerten ihre Speisen, konservierten ihr Fleisch. Und sie waren es, die den Koriander in der Welt verbreiteten.

Petersilie oder Koriander? Der Duft der Blätter verrät es

Wer nicht genau hinschaut, kann Koriander auch schnell mit Petersilie verwechseln. Zerreibt man allerdings die Blätter vorsichtig in seinen Fingern, ist der Unterschied der beiden Pflanzen schnell zu „erriechen“: Die Blätter des Korianders entwickeln sofort ihren typischen Geruch, der durchaus als streng und scharf zu bezeichnen ist. Die Samen der Pflanze hingegen sind es, die sehr angenehm duften – der Geruch erinnert ein bisschen an den von Zitrusfrüchten.

Ob Brot, Eintopf oder Süßspeise – Koriander gibt vielen Speisen eine besondere Note

Alle Pflanzenteile – also Blätter, Samen und auch die Stängel – können in der Küche verwendet werden. Mit den getrockneten und auch frischen Blättern des Korianders lassen sich Fleischgerichte, Eintöpfe und sogar Salate verfeinern. Die Blätter sollten allerdings erst am Ende Garzeit hinzugefügt werden. Werden sie eine zu lange Zeit mitgekocht, verlieren sie ihren Geschmack. Mit den Samen lassen sich Suppen geschmacklich anreichern, Brote und auch ein süßer Nachtisch erhalten eine besondere Geschmacksnote. Die Stängel der Pflanze sollte man nur in Suppen verwenden.

Coriandrum Sativum – das Mittel bei Magen-Darm-Beschwerden

Wer unter Völlegefühl leidet, häufig mit Blähungen oder Bauchkrämpfen zu tun hat, kann sich mit einem Tee aus Koriandersamen helfen. Nur anderthalb Gramm der zerstoßenen Koriandersamen, in einer Teetasse mit siedendem Wasser aufgegossen können helfen, die Probleme zu lindern (zehn bis 15 Minuten ziehen lassen und Schluck für Schluck langsam und so heiß wie möglich trinken!). In Indien ist man darüber hinaus davon überzeugt, dass Koriander noch deutlich mehr Wirkungen hat. Auf dem Subkontinent nutzt man die Pflanze außerdem bei rheumatischen Beschwerden, bei Gicht, als fiebersenkendes Mittel und als Entzündungshemmer.