phalaenopsis

Orchideen richtig umtopfen


Viele Orchideen sind anspruchsloser, als man denkt. Erst wenn sie ihr Pflanzgefäß fast sprengen, wird es Zeit zum Umtopfen.

Für Anfänger eignen sich unkomplizierte Arten wie die Phalaenopsis am besten. Viel Licht, regelmäßig ein bisschen Wasser und ab und zu etwas Orchideendünger – mehr braucht man nicht zu tun, um sich monatelang an den herrlichen Blüten zu erfreuen. Etwa alle zwei Jahre sollte der Pflanzstoff ausgetauscht und die Orchidee umgetopft werden.


Worin wachsen Orchideen?

Die gängigen Orchideen sind Epiphyten, also Aufsitzerpflanzen, die in der Natur auf Bäumen wachsen und sich mit ihren Wurzeln festhalten. Auf keinen Fall sollte man Orchideen in normale Blumenerde umtopfen. Erdorchideen findet man eher selten als Topfpflanzen.

Als Zimmerpflanzen wachsen sie in einer Mischung aus Rinde, Torf und Kokosfasern. Orchideenerde oder Orchideen-Pflanzstoff kann man in Fachgeschäften kaufen oder übers Internet bestellen.

Orchideen werden oft in milchig-durchsichtigen Plastiktöpfen angeboten. So gelangt ein wenig Licht an die Wurzeln, wie es die Pflanze in ihrem natürlichen Umfeld auf Bäumen gewohnt ist. Durchsichtige Plastiktöpfe oder auch Glasgefäße sind deshalb besonders gut geeignet. Aber auch in blickdichten Übertöpfen fühlen sich Orchideen wohl, besonders wenn ihre Wurzeln ungehindert in alle Richtungen über den Topf hinauswachsen dürfen.

Wieviel Platz braucht eine Orchidee – wann muss man umtopfen?

Orchideen bilden zahlreiche Wurzeln, mit denen sie nach Halt suchen und Luftfeuchtigkeit aufnehmen. Dass diese über den Topfrand hinauswachsen, ist normal.

Beim Umtopfen sollte man nichts überstürzen: Eine Orchidee fühlt sich in einem eng aussehenden Topf noch lange wohl, während sie in einem größeren womöglich zu wenig Halt hätte und schwieriger zu gießen wäre. Alle zwei Jahre freut sich die Orchidee jedoch über ein neues Zuhause in einem frischen Topf mit neuem Pflanzstoff.

Am besten topft man die Pflanze um, wenn sie gerade nicht blüht – dann verträgt die Pflanze diesen kleinen Schreck am besten. Direkt nach der Blüte ist ein guter Zeitpunkt.

Wie topft man Orchideen um?

Nachdem man die Orchidee vorsichtig aus ihrem alten Topf gelöst hat, kann man bei dieser Gelegenheit vertrocknete Wurzeln oder Blätter entfernen. Wenn sie sich nicht einfach abzupfen lassen, kann man ein scharfes Küchenmesser oder eine Schere über einer Flamme sterilisieren und damit die verwelkten Teile abschneiden.

Kommt es dabei zu Verletzungen, kann man diese mit Holzkohlepulver betupfen, damit die Pflanze keine Keime aufnimmt oder verfault.

Der neue Topf sollte sauber sein und unten mit einer dicken Schicht Drainagematerial gefüllt werden: saubere Tonscherben oder Styroporkügelchen sind gut geeignet, um Staunässe zu verhindern

Nachdem man die Orchidee mittig platziert hat, kann man sie stabilisieren, indem man von allen Seiten Pflanzstoff hinzufügt. Dabei sollten die flexiblen, aber zerbrechlichen Wurzeln nicht abgebrochen und möglichst auch nicht durch Abknicken verletzt werden.

Lange Wurzeln müssen nicht ganz mit in den Topf gezwängt werden. Sie können über den Topfrand hängen und helfen so, die Pflanze mit Luftfeuchtigkeit zu versorgen.

Indem man den aufgefüllten Topf ein wenig schüttelt oder damit auf die Arbeitsfläche klopft, verteilt sich das Substrat besser und wird kompakter, so dass man noch etwas nachfüllen kann. Der Pflanzstoff sollte nicht zu luftig und lose sein, aber auch nicht lückenlos festgestopft werden.

Nach dem Umtopfen sollte man nicht sofort gießen, sondern lieber ein paar Tage warten. Denn falls die Pflanze beim Umtopfen verletzt wurde, können durch das Wasser leichter Keime an ihre offenen Wunden geraten.

Nachdem sich die Orchidee an ihren neuen Topf gewöhnt hat, kann man sie normal gießen und dabei darauf achten, dass sich keine Staunässe bildet.