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Was kostet eine Katze?


Die Anschaffung einer Katze sollte Mensch sich reiflich überlegen. Denn er hat für viele Jahre die Betreuung des Tieres zu gewährleisten und die Verantwortung für dessen Wohlergehen zu tragen. Kater und Katzen können ganz schön lange leben. Die oft genannten Werte der durchschnittlichen Lebenserwartungen von Katern und Katzen kann der Katzenhalter getrost vergessen. Denn der Statistiker weiß, dass der Mittelwert fast nie getroffen wird. In Einzelfällen sind die behaarten Vierbeiner schon über 30 Jahre alt geworden. Und über 20-jährige Tiere sind häufiger anzutreffen.


Die Anschaffung einer Katze

Das ist der Posten, wo der zukünftige Bediener der Katze richtig arm werden kann, wenn er besondere Vorlieben hat. Es gibt unzählige Rassen, Züchter und Züchtervereine. Birma, Maine Coone, Perser und viele andere Katzen kosten beim Züchter schon mal 500 Euro oder mehr.

Wer eine nützliche Katze zu geringen Anschaffungskosten will, dem wird meist in der Nachbarschaft ab Juni jedes Jahres schnell geholfen. Überall gibt es dann bei den Hauskatzen von der Rasse der Europäischen Kurzhaarkatze Nachwuchs für wenig oder gar kein Geld. Und diese Tiere sind ebenso anschmiegsam oder fauchend wild wie ihre mit Rassepapieren ausgestatteten Artgenossen.

Und dann gibt es noch die Vermittlung von „gebrauchten“ Katzen. Immer wieder werden Katzen abgegeben, weil der Halter sie aus Altersgründen nicht mehr behalten kann oder sonstige Wechselfälle des Lebens die Trennung erfordern.

Leider gibt es dann noch die viel zu weit verbreitete Unsitte, die nicht mehr geliebte oder nicht mehr zu unterhaltende Katze einfach irgendwo auszusetzen. Solchen Tiere landen dann oft im Tierheim. Und dort kann der zukünftige Besitzer eines Stubentigers sich für eine kleine Schutzgebühr sein Kuscheltier holen. Die größte Auswahl gibt es hier nach Beginn der Sommerferien.

Schließlich gibt es noch den Fall, dass sich die Katze von selbst einfindet. Auf den Bildern sind zwei Exemplare dieser Spezies zu sehen. Den Kater Felix hat dessen frei lebende Mutter dem Haushalt des Autors anvertraut. Und die Katze Melissa kam 1990 als hochschwangeres Findelkind ins Haus. Aber auf ein solches Ereignis sollte nicht gewartet werden, denn das funktioniert nur in besonderen Fällen.

Die nötige Hardware

Ein Muss ist die Anschaffung einer Katzentoilette. Die sollte bereits mit Streu gefüllt parat stehen, wenn der Stubentiger einzieht. Im Zoohandel gibt es Katzentoiletten mit Dach ab zehn Euro aufwärts. Unbedingt ausprobiert werden sollte, ob die Katze eine solche geschlossene Toilette annimmt. Einige Samtpfoten wollen den Überblick behalten, wenn sie ihr unvermeidliches Geschäft erledigen.

Empfehlenswert ist auf alle Fälle die Beschaffung eines Transportkäfigs für den Familienzugang. Die Transportkisten aus Kunststoff sind praktisch und für weniger als 20 Euro zu bekommen.

Dann fehlt noch der Fressplatz. Einfache Schalen aus Kunststoff, Edelstahl oder Keramik tun hier gute Dienste. Ein Fressnapf aus Edelstahl ist für fünf Euro beschaffbar. Bitte unbedingt auch an Näpfe zur Bereitstellung von Wasser, möglichst getrennt vom Fressplatz, denken. Zur Not tun es auch Kunststoffschalen, in denen mal Essbares verkauft wurde.

Wünschenswerte Ausstattung

Eine Katze ist rundherum von Haaren umgeben. Stimmt allerdings nicht ganz, denn an den Samtpfoten gibt es noch ein paar Krallen. Und die wollen gewetzt werden. Daher ist ein Kratzbrett oder Kratzbaum wünschenswert. Für reine Wohnungskatzen ist so etwas unbedingt empfehlenswert. Denn das ist die einzige Chance, die Holz- und Polstermöbel vor den notwendigen Attacken zu schützen. Aber keine Garantie dafür.

Hübsch ist auch ein Körbchen für den Schlafplatz oder eine Höhle zum Rückzug. Dafür kann der Katzenfreund locker jede Menge Geld ausgeben. Die Zoohandlungen quellen über mit diesen Ausstattungsgegenständen. Aber nötig ist das meiste davon nicht. Ein wenig Zuwendung für das Tier ist wichtiger als eine Luxusmöblierung ihrer Umgebung.

Die Gesamtkosten der Katzenausstattung

Das absolut nötige Material für die Haltung einer Katze ist für weniger als 50 Euro beschaffbar. Die Katze selbst kostet zwischen nichts oder wenigen Euro bis zu Beträgen über 500 Euro. Ein bisschen Luxus, beispielsweise ein Kratzturm oder Kratzbaum ist ab 50 Euro erhältlich. Nach oben gibt es hier keine Grenzen. Doch muss auch der nötige Platz vorhanden sein.

Dazu kommen die Nebenkosten der Anschaffung. Da ist vor allem an eine Untersuchung beim Tierarzt zu denken. Und der Impfschutz sollte dabei auf Vordermann gebracht werden. Dafür muss im Umland von Berlin mit einer Summe zwischen 50 Euro und 100 Euro gerechnet werden.

Dann kommt die Kastration. Für Wohnungskatzen ist diese kaum zu umgehen. Und Freigänger sollten unbedingt kastriert werden, denn Katzennachwuchs gibt es mehr als genug. Leider ist diese Maßnahme beim Tierarzt mit erheblichen Kosten verbunden, die obendrein von Praxis zu Praxis stark schwanken. Für die Kastration eines Katers ist mit einem Betrag ab etwa 70 Euro zu rechnen. Bei einer Katze ist 120 Euro etwa die Untergrenze.

Unterm Strich: Für eine Katze mitsamt Erstausrüstung, Gesundheitsscheck und Kastration muss mit Ausgaben zwischen 160 und 300 Euro gerechnet werden. Wobei eine Katze wegen der höheren Kosten der Kastration teurer ist. Dies sind Mindestwerte, da die Tierarztkosten doch erheblich schwanken.