mt mckinley

Der Mt. McKinley im Denali National Park, Alaska


Der Mount McKinley versteckt sich oft hinter einer Wolkendecke. Daher ist es gut zu wissen, von wo sich der beste Blick auf ihn bietet, falls er sich den Besuchern zeigt.


Mit seinen 6.194 m Höhe überragt der Mt. McKinley, der höchste Berg Nordamerikas, alle umliegenden Berge der Alaska Range. Wolken, die vom Cook Inlet, der Meeresbucht bei Anchorage, aufsteigen, hängen sich häufig am Berg fest und verbergen ihn vor den Blicken der Touristen, die sehnlichst darauf hoffen, einen Blick auf Denali, wie er eine Zeit lang hieß, "den Großen" - oder treffender noch "den Großartigen" - werfen zu können. Das gewaltige Bergmassiv liegt im Denali National Park, und ist nur von wenigen Stellen aus wirklich gut zu sehen.

Entlang des Glenn Highway und des George Parks Highway

Auf dem Weg von Anchorage zum Denali Park gibt es nur wenige Stellen, von denen aus sich der Berg bei klarer Sicht zeigt. Kurz hinter Anchorage in der Nähe von Eklutna kann man - mit großem Glück - das gesamte Bergmassiv des Sechstausenders sehen. Von hier wirkt er so unwirklich, dass man ihn häufig für eine weiße Wolke hält, die über den umliegenden Bergen der Alaska Range aufsteigt.

Entlang des George Parks Highway zwischen Talkeetna und der Einfahrt zum Denali National Park gibt es nur wenige Stellen, an denen er sich sehen lässt, aber diese Stellen sind gut mit Fotoschildern gekennzeichnet. An einer Ausfahrt wird sogar eine Informationstafel mit dem gesamten Bergpanorama gezeigt, so dass man ihn gut erkennen kann. Allerdings wirkt er von dieser Seite nicht besonders beeindruckend, da die näher liegenden Berge den Blick auf das Gesamtmassiv "des Großen" versperren.

Top Ausblick von der Terrasse der Talkeetna Alaskan Lodge

Wer nicht nach einer Aussichtsstelle suchen und eine wirklich fantastische Aussicht auf den Mount McKinley haben will, der sollte zur Talkeetna Alaskan Lodge fahren. Von der Hotelterrasse hat man einen phänomenalen Blick auf dieses beeindruckende Bergmassiv.

Der Mt. McKinley vom Denali Highway aus

Die Anreise über den landschaftlich viel schöneren Denali Highway, der wegen seiner Schotteroberfläche für die Mietfahrzeuge allerdings sehr problematisch ist, und dessen Nutzung von den meisten Auto- und Campmobil-Vermietern nicht erlaubt ist, bietet weitere Aussichten auf den McKinley. Auf dem letzten Abschnitt der Fahrstrecke zwischen dem Susitna River und Cantwell am George Parks Highway kann man mit etwas Glück einen Blick auf den Berg erhaschen. Allerdings ist auch dieser Ausblick eher enttäuschend, da das Bergmassiv noch zu weit entfernt ist, um wirklich imposant zu wirken.

Der Mt. McKinley vom Denali National Park aus

Um den Mount McKinley vom Nationalparkgelände aus sehen zu können, muss man mit einem der Parkbusse weit in den Park hineinfahren bis zum Stony Hill Overlook bei Meile 62. Diese Regionen des Nationalparks sind nur mit Parkbussen zugänglich. Privatfahrzeuge dürfen den Savage River nicht überqueren. Wer sich für eine geführte Wildbeobachtungstour entscheidet, der kommt nur bei klarer Sicht bis zu diesem Aussichtspunkt. Es gibt aber auch die ungeführten Transferbusse, die das Besucherzentrum am Eingang des Parks mit dem Wonder Lake und der Kantishna Lodge am Ende des Parkstraße verbinden, und diese kommen immer an dieser Aussichtsstelle vorbei.

Der Blick von diesem Hügel auf den Mount McKinley ist - neben der Aussicht in Talkeetna - der beste, den man von irgendeiner Straße aus haben kann. Er taucht plötzlich aus den umliegenden Bergen auf und thront majestätisch über den um tausende Meter niedrigeren Bergketten, so als wolle er sagen, "schaut her, wie schön ich bin".

Der Mt. McKinley von einem Rundflug um den Berg

Alle bisher beschriebenen Stellen sind noch immer weit vom eigentlichen Bergmassiv entfernt, aber es gibt eine Möglichkeit, dem Berg sehr nahe zu kommen - ja sogar auf ihm zu landen! Zahlreiche kleine Flugunternehmen bieten in der Umgebung des Nationalparks und von Talkeetna aus Flüge unterschiedlicher Länge mit und ohne Landung auf einem Gletscher an.

Wem sich während seiner Busfahrt in den Nationalpark hinein der Berg nicht gezeigt hat, sollte auf jeden Fall einen dieser Rundflüge buchen. Sie fliegen nur, wenn das Wetter und die Bedingungen es zulassen. Ein freier Blick kann nicht garantiert werden, aber auch ein Ausblick auf die tiefen Gletscherschründe, die steilen Felswände und die blauen Gletscherseen, die sich an den Hängen des Bergs gebildet haben, ist unvergesslich.

Wer den ganz besonderen Kick sucht, der sollte seinen Rundflug mit einer Fluggesellschaft aus Talkeetna machen, die neben dem Flug zum Mount McKinley eine Landung auf dem Gletscher anbietet. Dies ist ein Erlebnis, das vergisst man sein Leben lang nicht. Man fliegt über Zeltlager von Bergsteigern hinweg und landet oberhalb des Weges, den diese noch vor sich haben - ein überwältigendes Gefühl, auf einem der Dächer der Welt zu stehen!