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Plovdiv - Bulgariens heimliche Hauptstadt


Ursprünglich war Plovdiv auf sieben Hügeln gebaut, worauf sogleich die Assoziation mit den sieben Hügeln von Rom hervorgerufen wird. Die verschiedenen Kulturen, wie Thraker, Römer und Osmanen, haben wärend ihre Aufenthaltszeit in Plovdiv ihre Spuren hinterlassen.


Seit der Wende 1989 hat die Stadt einen mediterranen Lebensstil angenommen, was in der neurestaurierten Altstadt sichtbar wird. Eine Affinität zu Italien ist erkennbar durch die vielen Cafes, Pizzerien und das alljährlich veranstaltete Verdi-Opernfestival im Juni.

Plovdiv wird auch die Stadt der Künstler genannt, da hier Musiker und Maler Ausbildung finden. Seit 1892 hat sich Plovdiv mit den alljährlichen Messeveranstaltungen, wie Wein- oder Tourismusmessen, einen Namen gemacht.

Archäologische Ausgrabungen in Plovdiv

Die ganze Stadt, die sich an beiden Ufern des Flusses Mariza erstreckt, wirkt wie ein Freilichtmuseum. An fast jeder Ecke ist eine historische Hinterlassenschaft zu entdecken, ob ein Teil von einer Säule oder ein Abschnitt eines Aquädukts.

Im Archäologischen Park, der auf dem Nebet Tepe (einer von den sieben Hügeln) liegt, sind Überreste aus römischer und griechischer Zeit zu besichtigen. Um 342 vor Christus hat hier kein Geringerer als der Vater von Alexander dem Großen, das Fort Philipopolis begründet.

Das in der Mitte der Stadt gebaute römische Stadion wird in die Zeit des Imperators Septimius Severus (146-211 nach Christus) datiert. Da dieses auf einem niedriger gelegenen Bodenniveau situiert ist, kann man einen guten Blick von der heutigen Straße hinab werfen.

Das römische Amphitheater aus dem 2. Jahrhundert nach Christus stammt aus der Regierungszeit von Kaiser Marc Aurel und ist in einem äußerst guten Zustand. Hier werden regelmäßig Open-Air-Kino-Vorstellungen und Konzerte, wie das schon genannte Verdi-Opernfestival, ausgerichtet. Von dem Theater aus hat man einen wunderbaren Ausblick über die ganze Stadt.

Museen in Plovdiv

Für diejenigen, die noch mehr von der Geschichte und Kultur der Stadt erfahren möchten, gibt es die Möglichkeit, eines der vielen Museen zu besuchen wie zum Beispiel das Archäologische oder das Ethnographische Museum.

Typische Souvenirs aus Bulgarien

Als Souvenirs werden gerne kleine Fläschchen mit Rosenöl oder traditionell hergestellte Keramik in Mengen offeriert. Wird einem das Stadtleben zu viel, kann man sich am besten in den naheliegenden Bergen, den Rhodopen, erholen.

Die Rhodopen

Die Heimat des Orpheus ist in erster Linie bekannt durch die Wintersportorte Pamporovo oder Smoljan. Doch auch im Sommer gibt es einiges zu entdecken. Sowie im Winter findet man auch im Sommer Unterkunft in den örtlichen Skihütten. Die beinah unberührte Natur lädt zu ausgiebigen Wanderungen ein.

Unbedingt sollte man die Jagodina- und Djavolska-Gurlo- Höhlen besichtigen, wobei die Jagodinahöhle, mit einer zugänglichen Länge von ca. 1100 Metern, zu den größten Tropfsteinhöhlen Bulgariens zählt. Auch wenn es Sommer ist, so sollte man auf jeden Fall einen Pullover mit hineinnehmen.

Um einen Tag in Bulgarien richtig ausklingen zu lassen, ist es Brauch sich in eine gemütliche Kneipe zu setzen und einen Schnaps mit einem Schopska-Salat, der aus Tomaten, Gurken, Schafskäse und Petersilie besteht, zu sich zu nehmen: Na sdrawje!