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Skagway in Alaska - Reiseziel am Lynn Canal: Hafen für Kreuzfahrtschiffe, Fähren, Goldsucher und Eisenbahnfreunde


Die Stadt Skagway am Ende des Lynn Canals in Alaska lockt Jahr für Jahr die unterschiedlichsten Besucher an: Kreuzfahrer, Fährpassagiere, Goldsucher und Eisenbahnfreunde.


Nur wenige Städte Alaskas können einen so aufregenden Start ihrer Stadtgeschichte für sich beanspruchen wie die kleine Stadt Skagway am Ende des Lynn Fjords im nördlichen Bereich der Inside Passage. Hier fielen 1897 Tausende von Goldsuchern und Glücksrittern ein, die ihren Weg über den White Pass und den Chilkoot Pass suchten zum Yukon Gold am Klondike River. Jeden Sommer wirkt die Stadt noch immer so lebendig, wenn die Kreuzfahrer auf ihren Luxusschiffen im Hafen anlegen und die Stadt bevölkern - wenn auch die Abenteurer und Gangster, die einst die Geschicke der Stadt bestimmten, verdrängt wurden von Ladenbesitzern und Tourveranstaltern, die den heutigen Besuchern die Highlights der Stadt und ihrer landschaftlich beeindruckenden Umgebung zeigen wollen.

Skagway - Ausgangsort für Goldsucher am Klondike

Der Mut der Verzweiflung oder der Gier trieb sie an: Die ersten Reisenden, die sich Skagway als Startpunkt für ihren Weg zu den vielversprechenden Goldfeldern am Yukon im Jahr 1897 auserkoren. Diejenigen, die Geld hatten, konnten die horrenden Summen bezahlen, die Soapy Smith, der stadteigene Ganove und Glücksspieler verlangte für die Überquerung des leichtesten Zugangs zum Landesinneren: Des White Passes. Wer sich die Passage nicht leisten konnte, musste seine Habseligkeiten mühsam über den extrem steilen Chilkoot Pass hochschleppen und von dort auf abenteuerlichen und selbst zusammengezimmerten Booten oder was sich so nennen konnte, über den stürmischen Lake Bennett schippern, um auf den Stromschnellen des Yukon River bei Whitehorse und an den Five Finger Rapids sein Leben erneut aufs Spiel zu setzen. Erst der Bau der Eisenbahn über den White Pass erleichterte den Weg ins Landesinnere - als der Goldrausch bereits zu Ende war.

Reiseziel für Kreuzfahrtschiffe und Fähren des Alaska Marine Highway

Viele Besucher, die die Stadt heute besuchen, erreichen per Schiff ihr Reiseziel - sei es mit den Luxusschiffen der Kreuzfahrtgesellschaften oder auf den Fähren des Alaska Marine Highway. Sie sind auf der Suche nach Spuren, die die Goldsucher hinterlassen haben. Und davon werden ihnen viele geboten: An der Hauptstraße von Skagway lockt der Red Onion Saloon heute Touristen an, so wie er früher Goldsuchern und Glücksrittern als Kneipe diente. Auf dem Friedhof von Skagway suchen Touristen die Gräber von Soapy Smith und Frank Reid, der in einem legendären Duell den Schurken der Stadt erschoss und wenige Tage später selbst an der Schusswunde starb, die Smith ihm während des Shootouts beigebracht hatte. Und wer die wenigen Kilometer bis Dyea fährt, kann sich die wenigen Überreste des Ausgangsorts der wagemutigen Goldsucher ansehen, die den haarsträubenden Weg über die steilen Berghänge des Chilkoot Passes wählten. Alte Goldbagger am Skagway River erinnern an die weitere Entwicklung des Goldrausches, als kapitalkräftigere Unternehmen in den Goldabbau einstiegen. Und die heutigen Besucher können dort ihr Glück und Geschick beim Goldwaschen testen.

Die White Pass & Yukon Railroad lockt Eisenbahnfreunde an

Am 19. Juli 1900 wurde der letzte Nagel in die Eisenbahngleise der White Pass & Yukon Railroad bei Carcross eingeschlagen und damit der leichtere Weg ins Landesinnere und das Land am Yukon River freigegeben - allerdings zu spät für die Goldsucher, von denen viele 1899 nach Nome weitergezogen waren, als sie feststellen mussten, dass die besten Claims am Bonanza Creek bei Dawson City bereits vergeben waren. Heute kommen vor allem Eisenbahnfreunde nach Skagway, um einmal mit der White Pass & Yukon Railroad zu fahren, die seit 1988 Touristen auf einem Teil der ursprünglichen Strecke, die von Skagway nach Whitehorse führte, über den White Pass transportiert. Unterwegs erwarten die Eisenbahnfans schöne Ausblicke auf die Gletscher und Berge in der Umgebung Skagways und des Lynn Canals, aber auch auf Überreste aus der Goldrauschzeit. Am White Pass kann man noch den Pfad erkennen, auf dem die Goldsucher sich ihren Weg ins Landesinnere suchten, und die Schlucht der Toten Pferde (Dead Horse Gulch), die an die Massenpanik erinnert, bei der 3.000 Packpferde über die steilen Berghänge in den Tod stürzten.

Es gibt viele Gründe, die Stadt am Ende des Lynn Fjords zu besuchen

Keine Stadt in Alaska erinnert so deutlich an die Zeiten des Goldrausches am Klondike wie Skagway. Wer sich für die aufregende Geschichte dieses Bundesstaates interessiert, wird hier sicher die eine oder andere Spur finden, die die Goldsucher und Glücksritter hinterlassen haben.