staedtereise-striezelmarkt-in-dresden

Städtereise: Striezelmarkt in Dresden


Das Highlight der Dresdner Weihnachtszeit ist der „Striezelmarkt“. 2011 findet er zwischen dem 24.11. und dem 24.12. auf dem Altmarkt statt. Der älteste deutsche Weihnachtsmarkt verwandelt die Innenstadt in ein echtes Weihnachtsland. Es ist ein weihnachtliches Markttreiben mit typisch sächsischen Köstlichkeiten mitten in der historischen Altstadt, rund um die weltgrößte erzgebirgische Stufenpyramide, die mit ihren 14,62 Metern 1999 ins Guiness Buch der Rekorde aufgenommen wurde. Neben der erzgebirgischen Volkskunst gehört auch der sogenannte Pflaumenstoffel - ein Glücksbringer aus Backpflaumen als Nachbildung eines kleinen Schlotfegerjungen – zu den besonderen Attraktionen.


Der Markt wird alljährlich mit einer Stollenprozession durch die barocke Altstadt und dem anschließenden feierlichen Riesenstollenanschnitt eröffnet. Denn der Name des Marktes ist untrennbar mit dem bekannten Christstollen, der im Mittelhochdeutschen auch als Striezel bezeichnet wurde, verbunden. Mehr als 2,5 Millionen Besucher zieht der Striezelmarkt jährlich an. Obwohl der Markt diversen Veränderungen unterworfen war und auf verschiedenen Plätzen stattfand, bewahrte er doch seinen unverwechselbaren Charakter.

Historie

1434 bewilligten Kurfürst Friedrich II und sein Bruder Herzog Sigismund „am Tage vor dem Heiligen Christabend“ einen freien Markt auf dem Altmarkt. Der 1. Dresdner Striezelmarkt wurde also 1434 auf dem Gebiet des heutigen Altmarkts abgehalten und ist damit einer der ältesten und berühmtesten Weihnachtsmärkte. Seine ursprünglichen Wurzeln hat der Markt jedoch nicht im Striezelverkauf, sondern es wurde zunächst Fleisch verkauft. Bald wurde das Angebot jedoch erweitert und bereits 1471 wurden Striezel in den Annalen vermerkt. Ab 1500 wurde der Markt dann offiziell „Striezelmontag“ genannt, weil er am Montag vor dem Fest stattfand.

Dresden bietet noch mehr

Neben dem weihnachtlichen Bummel durch den Striezelmarkt bietet die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen, das auch als „Elbflorenz“ gerühmt wird, ursprünglich wegen seiner Kunstsammlungen, aber auch aufgrund seiner barocken und mittelalterlichen Architektur mit der romantischen Lage am Fluss, eine Vielzahl an interessanten Besichtigungsmöglichkeiten: 56 Galerien, 44 Museen und 36 Theater und Bühnen.

Dresdner Stadtgeschichte

Zwar deuten archäologische Spuren auf eine Besiedelung bereits in der Steinzeit hin, die erhaltenen Urkunden erwähnen Dresden jedoch erst 1206. Dresden entwickelte sich rasch zur kurfürstlichen und später zur königlichen Residenz und zur Hauptstadt der sächsischen Republiken. Die Stadt erreichte ab dem 18. Jahrhundert eine herausragende Bedeutung als Zentrum europäischer Politik, Kultur und Wirtschaft, und erlebte am 13. Februar 1945 seine apokalyptische Zerstörung. Inzwischen sind die Zerstörungen weitestgehend wieder restauriert bzw. in alten Stil neu aufgebaut und gelten als gelungene Restaurierung von Baudenkmälern und stehen als Gesamtensembles unter Denkmalschutz. Die berühmte „Frauenkirche“ wurde weitgehend mit Hilfe von Spendengeldern nach rund zehnjähriger Bauzeit 2005 fertiggestellt und am 30.10.2005 geweiht („Wunder von Dresden“).

Kunstgenuss in Dresden

Unter den zahlreichen Sehenswürdigkeiten dieser Kunst- und Kulturstadt von internationalem Rang ragen neben der „Semperoper“ am Theaterplatz und dem „Schauspielhaus“ vor allem die Staatlichen Kunstsammlungen, die ihren Platz im „Zwinger“ fanden, eines der gelungensten Barockensembles Europas, heraus. Nach dem nun endlich vollendeten Wiederaufbau des „Residenzschlosses“ kommen auch die Dresdner Kunstschätze wieder voll zur Geltung: Neben dem „Kupferstich-Kabinett“ und der „Türkischen Cammer“ vor allem das „Historische Grüne Gewölbe“, das die Gold- und Silbervorräte, Schmuck und Juwelen der sächsischen Kurfürsten wieder zugänglich macht, sowie das „Neue Grüne Gewölbe“ mit der barocken Juwelierkunst. In der „Hofkirche“ (Kathedrale St. Trinitatis) befindet die einzige in Dresden noch erhaltene Orgel des großen sächsischen Orgelbauers Johann Gottfried Silbermann, in der Frauenkirche wurde die Silbermann-Orgel zerstört und durch einen Nachbau ersetzt.

Der besondere Tipp: Besuchen Sie unbedingt das historische Grüne Gewölbe und lassen Sie sich bei der Besichtigung den (kostenlosen) elektronischen Führer im Dresdner Dialekt geben. Sie erleben durch den Schauspieler und Kabarettisten Uwe Steinle einen unvergessenen Rundgang.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Sicher werden Sie sich eine Besichtigung der Frauenkirche und der Brühlschen Terrassen, mit dem unvergessenen Blick über die Elbwiesen, ebenso vornehmen, wie einen Rundgang durch den fast fertiggestellten Neumarkt über den Altmarkt und Kreuzkirche zur neuen Einkaufsmeile Prager Straße.