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Zeitz: Sehenswertes in der Stadt an der Weißen Elster


Das Zentrum von Zeitz ist die historische Altstadt. Sehenswürdigkeiten wie das Unterirdische Zeitz, die Michaeliskirche, das Rathaus und die Alte Mälzerei sind hier zu finden. Viele Bürgerhäuser im Barock-, Renaissance- und Jugendstil zeugen vom einstigen Wohlstand der Stadt. Auch abseits der besonderen Anziehungspunkte gibt es einiges zu entdecken. Darunter die Reste der einstigen Stadtbefestigung mit Teilen der Stadtmauer und dem Steintorturm.


Schloss Moritzburg

Das frühbarocke Schloss Moritzburg war die Residenz der Herzöge von Sachsen-Zeitz. Es entstand über einer mittelalterlichen Burg des Bischofs von Zeitz. Die Befestigungsanlagen sind weitgehend erhalten. Schloss und Schlosspark sind Teil des Projektes Gartenträume Sachsen-Anhalt. Heute ist das Schloss ein Museum.
Dom „St. Peter und Paul“

Der Zeitzer Dom „St. Peter und Paul“ auf dem Gelände der Moritzburg ist im Kern ein frühromanischer Bau aus dem 11. Jahrhundert. Vom ottonischen Vorgängerbau, über den schon Thietmar von Merseburg berichtete, stammen die Säulen in der Krypta und Teile im Bereich des Kreuzgangs. Die Krypta ist der älteste Sakralbau östlich der Saale und daher ist der Zeitzer Dom eine Station an der Straße der Romanik.

Michaliskirche und Brüsewitzsäule

Die Michaeliskirche ist die Pfarrkirche der Oberstadt. Die wurde 1154 erstmals erwähnt. Sei war ursprünglich eine romanische Basilika auf kreuzförmigen Grundriss. Nach 1250 wurde sie gotisch verändert. Um 1450 folgte der Umbau zur gotischen Hallenkirche. Zwei quadratische Türme mit hohen spitzen Helmen standen an der Westseite. 1650 brannte der Südturm aus. 1670 wurden beide Türme abgetragen und der 45 Meter hohe Mittelturm mit seinen beiden Seitentürmen und barocken Hauben errichtet.

Vor der Michaeliskirche erinnert die 1990 aufgestellte Brüsewitzsäule an die Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz. Der protestierte mit seiner Selbstverbrennung am 18. August 1976 gegen die Kirchenpolitik in der DDR und erlag vier Tage später seinen Verletzungen.

Franziskanerkloster

Am Südrand der Altstadt stehen die Bauten eines in der Mitte des 13. Jahrhunderts angelegten Klosters der Franziskaner. Diese Bauten werden zu einem Veranstaltungszentrum umgestaltet. Im April 2011 wurde die Klosterkirche neu eröffnet.

Kloster Posa

Auf dem Bergsporn Bosau, heute Posa, stand vom 6. bis zum 10. Jahrhundert die slawische Wallburg Puonzowa. Benediktiner aus Hirsau errichteten dort das 1118 erstmalig urkundlich erwähnte Kloster Bosau. 1122 war die Klosterkirche St. Marien vollendet. Durch einen Blitzeinschlag wurden die Klostergebäude 1487 weitgehend zerstört. 1551 wurde das verfallende Kloster aufgelöst. Nur das Abtshaus mit seinem romanischen Fenster steht noch.

Rathaus und Gewandhaus Zeitz

Weithin sichtbar ist der 52 Meter hohe Zeitzer Rathausturm. Der ist Teil eines einzigartigen Rathauskomplexes. Der Altenburger Baumeister Sebald Waldstein errichtete von 1505 bis 1509 ein spätgotisches Rathaus mit prächtigen Giebeln. 1906 begann die Renovierung und Erweiterung nach Plänen der Leipziger Architekten Georg Weisenbach und Richard Tschammer. Heute sind im Rahmen von Rathausführungen der prächtige Friedenssaal, die gotische Diele und die einstigen Räume der Bürgermeister zu besichtigen.

1483 wurde das Gewandhaus am Altmarkt erstmals erwähnt. Der dem Rathaus gegenüber stehende Bau war einst Kauf- und Rathaus und später Stadtschule.

Alte Mälzerei

Bis etwa zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in der Alten Mälzerei von 1812 Gerstenmalz für die daneben stehende Brauerei erzeugt. Dann wurden hier Feuerzeuge hergestellt. Nach vielen Jahren des Verfalls wurde die Alte Mälzerei saniert.

Unterirdisches Zeitz

Unter der Altstadt von Zeitz gibt es ein ausgedehntes mittelalterliches Netz von Gängen. Das diente früher vor allem zur Lagerung von Bier. Heute macht der Verein „Unterirdisches Zeitz“ diese Gänge der Öffentlichkeit zugänglich. Ein Einstieg in diese Unterwelt sollte bei einem Besuch in Zeitz unbedingt eingeplant werden.

Der Trommler

Über zwei Meter hoch ist die Bronzestatue „der Trommler“ zwischen dem Amtsgericht Zeitz und der Zentrale der Sparkasse Burgenlandkreis auf dem Herzog-Moritz-Platz. Diese Figur schuf der Zeitzer Künstler Joachim Hering 1992. Er stellte mit dem Trommler aus den Befreiungskriegen einen vom Krieg gezeichneten Mann vor. Der hat nichts mit den sonst so häufig dargestellten Helden gemein.